Bolitho stieß einen Grunzer aus und eilte zur Fallreepspforte. Der Kopf schwirrte ihm von diesen Neuigkeiten und Ereignissen. Die Cadmus war ein großer Dreidecker. Zweifellos braucht Lord Hood sie ebenfalls, dachte er bitter.

Der Kapitän des Flaggschiffs wartete schon bei der zum Seitepfeifen angetretenen Abteilung und lächelte Bolitho sorgenvoll zu. Es mußte ziemlich schwierig sein, ein Schiff zu führen, das Lord Hood an Bord hatte.

Doch als Bolitho in seine wartende Gig kletterte, vergaß er Hood und beschäftigte sich mit dem Problem, aus der Hyperion ein Flaggschiff zu machen. Ein Dreidecker war sie nicht. Sir William würde sie etwas eng finden.

Das Boot stieß ab, und Bolitho merkte, daß Allday an der Pinne gespannt zu ihm herübersah. Dann blickte er sich nach der turmhohen Victory um — dort dachte vermutlich kein Mensch mehr an seinen kurzen Besuch an Bord. Doch als sein Blick auf das breite Achterdeck des Flaggschiffs fiel, sah er oben einen schlanken, beinahe schmächtigen Mann an den Finknetzen lehnen und zu ihm herunterschauen. Dessen Uniform war noch ausgeblichener als Bolithos eigene, und sein Haar war zu einem steifen, unmodernen Zopf gebunden. Als das Boot flott um das Heck der Victory schor, sah Bolitho, wie der Mann die Hand hob — es mochte ein Gruß sein oder auch eine Geste der Resignation. Bolitho hob zum Gegengruß die Hand an den Hut. Zweifellos Nelson von der Agamemnon, dachte er. Ein schmächtiges Kerlchen, gar nicht wie ein Linienschiffskapitän; und dort auf dem riesigen Achterdeck der Victory sah er ganz verloren und verlassen aus. Also, dieser Nelson hatte wirklich keinen Grund, neidisch zu sein, dachte er böse. Nur zu gern hätte er ihm die Aktion Cozar überlassen.



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