
Allday senkte den Kopf und fragte leise:»Gute Nachrichten, Cap-tain? Bleiben wir beim Geschwader?»
Bolitho warf ihm einen wütenden Blick zu.»Kümmern Sie sich um Ihren Kram! Dieses Boot wackelt mit dem Hintern wie eine Hafenhure!»
Allday wartete, bis Bolitho sich wieder umgedreht hatte, und lächelte dann in sich hinein. Die ganzen letzten Monate hatte er sich um die Gesundheit seines Kapitäns Sorgen gemacht. Doch Ärger von oben war besser als jede Medizin, dachte er frohgemut. Nur — die Franzosen konnten sich jetzt auf etwas gefaßt machen!
III Sir Williams letztes Wort
Bolitho blieb unter der Kampanje stehen, bis sich seine Augen an das Dämmerlicht gewöhnt hatten, und trat dann aufs Achterdeck hinaus. Auf den ersten Blick gab es noch keine Anzeichen dafür, daß die Morgenröte bereits hinter der Kimm wartete, doch als er hochblickte, erkannte er, daß die Sterne hinter dem schwarzen Gewebe der Takelage und den geisterhaften Umrissen der Segel verblaßten, und daß der Himmel nicht mehr samtschwarz, sondern geheimnisvoll purpurn war. Jedesmal hatte Bolitho aufs neue seine
Freude an diesem Anblick.
Ein Schatten nahte sich von der Achterdecksreling: Quarme.»In einer halben Stunde geht die Sonne auf, Sir. Ich habe wie befohlen das Wecken eine Stunde früher angesetzt. Die Leute haben auch schon gegessen.»
Bolitho nickte.»Recht so. «Er konnte jetzt schon besser sehen. Längsseit verzischten Glut und Asche im Meer: die Köche warfen die Reste des Kombüsenfeuers über Bord — auch das hatte er befohlen. Auf einmal fühlte er sich steif und verkrampft. Hätte er sich doch nur Zeit gelassen, noch einen Becher Kaffee zu trinken!
Vizeadmiral Moresby bewohnte Bolithos Quartier, daher hatte er selbst in einer provisorischen Koje im Kartenraum geschlafen. Die meisten anderen Kommandanten hätten unter diesen Umständen die Kajüte des Ersten Offiziers okkupiert; aber in seiner derzeitigen grüblerischen Stimmung fühlte sich Bolitho in der Abgeschlossenheit des kleinen Kartenraumes wohler, mochte es auch etwas eng sein.
