
Eine gewisse Vereinsamung, in der sich der junge Napoleon eine Zeitlang infolge der anfänglichen Unmöglichkeit, seine Gedanken mitzuteilen, befand, errichtete zwischen ihm und seinen Schulgenossen eine Schranke, die nie ganz verschwand. Indem aber dieser erste Eindruck in ihm eine peinliche Erinnerung, die fast wie Abneigung aussah, zurückließ erzeugte er jenen frühreifen Menschenhaß, der ihn zu einsamen Vergnügungen hinzog, während manche darin die prophetischen Träume des werdenden Genies zu sehen vermeinten. Übrigens verleihen verschiedene Umstände, die bei anderen kaum Beachtung gefunden hätten, den Erzählungen solcher Geschichtsschreiber einige Wahrscheinlichkeit, die da meinten, dem wunderbaren Leben des Mannes müsse auch eine außerordentliche Kindheit entsprechen.
Mit Vorliebe beschäftigte sich der junge Bonaparte in seiner Freizeit mit der Bearbeitung eines kleinen umzäunten Landstückes. Von Neugierde getrieben, stieg eines Tages einer seiner jungen Kameraden, um zu sehen, was er so allein in seinem Gärtchen mache, auf den Zaun und sah, daß er eifrig Kieselsteine nach taktischen Gesetzen ordnete, wobei die militärische Rangordnung durch die Größe der Steine bezeichnet wurde. Da der unbefugte Lauscher ein Geräusch machte, wandte sich Bonaparte um und rief dem Mitschüler ärgerlich zu, er solle hinuntersteigen. Dieser spottete aber über den kleinen Strategen, der nun, doppelt ergrimmt, den größten Stein ergriff und dem Spötter mitten auf die Stirn schleuderte, so daß er, nicht ungefährlich verletzt, hinabstürzte.
