Rennsportkomitee aufzudrängen, als vielmehr die Möglichkeit, durchblicken lassen zu können, daß ihnen sein Unternehmen zur Verfügung stand. Der Jockeyklub und das Rennsportkomitee steckten die Zehen ins Wasser, fanden es vorteilhaft und stürzten sich hinein. Die Abteilung Rennsport blühte auf. Nach einiger Zeit überwogen private Aufträge — vor allem, als Radnor Bewacher für wertvolle Pferde zu stellen begann.

Als ich in die Firma eintrat, hatte die Abteilung Rennsport schon solchen Erfolg, daß sie sich von dem großen Büro in den nächsten Raum ausgebreitet hatte. Gegen eine erträgliche Gebühr konnte ein Trainer Wesen und Vergangenheit eines künftigen Pferdebesitzers, ein Buchmacher seinen Kunden, ein Kunde seinen Buchmacher, jeder jeden überprüfen. Der Ausdruck > Anerkannt von Radnor< war in den Jargon übergegangen: Echt, hieß das — vertrauenswürdig. Ich hatte sogar einmal gehört, daß man das Prädikat auf ein Pferd anwandte. Einen Auftrag bekam ich jedoch nie. Diese Arbeit wurde von einer Gruppe unauffälliger, älterer, pensionierter Polizeibeamter geleistet, die mit dem geringsten Aufwand an Zeit die besten Resultate erzielten. Man hatte mich nie ausgeschickt, eine ganze Nacht vor der Stallbox eines Favoriten zu sitzen, obwohl ich das bereitwillig getan hätte. Ich war nie einer Rennbahn-Patrouille zugeteilt worden. Wenn die Rennleitung um die Entsendung von Leuten bat, die unerwünschte Elemente bei Rennveranstaltungen bewachen sollten, kam ich nicht in Frage. Wenn jemand auf Taschendiebe im Tattersall angesetzt wurde, war ich es nicht. Radnors Ausreden für das Ausbleiben von Aufträgen waren erstens, daß man mich in der Rennsportwelt zu gut kannte, als daß ich unauffällig hätte arbeiten können; und zweitens, daß er nicht der Mann wäre, einem ehemaligen Championjockey Aufgaben zu übertragen, die ihn sein Gesicht verlieren ließen, selbst wenn mir das nichts auszumachen schien.



6 из 218