
Die Zeit verging langsam, und ich hatte keinen Spaß dabei. Endlich wurden eines Tages die Schläuche bis auf den im Arm entfernt, und mein Körper begann zu heilen. Die Polizei fand Andrews nicht, Jenny blieb aus, Radnors Schreibdamen schickten mir eine Genesungskarte und das Krankenhaus eine Rechnung.
Eines Abends schlenderte Chico ins Zimmer, die Hände in den Hosentaschen, das übliche höhnische Grinsen im Gesicht. Er betrachtete mich gemächlich von oben bis unten, das Grinsen schien sich zu verstärken.
«Mit Ihnen möchte ich nicht tauschen«, sagte er.
«Sie können mich mal!«
Er lachte. Was Wunder, ich war für ihn eingesprungen, weil er mit einem Mädchen verabredet gewesen war, und Andrews Kugel hätte ihm Schmerzen verursachen sollen, nicht mir.
«Andrews«, sagte er nachdenklich.»Wer hätte das gedacht? Der kleine Knilch! Trotzdem, wenn Sie getan hätten, was ich gesagt habe — in der Toilette geblieben wären und sein Foto mit der Infrarotkamera aufgenommen hätten —, wäre er später ganz schlicht hopp gegangen, und Sie könnten im Büro herumhocken, statt hier langsam zu zerlaufen.«
«Sie brauchen mir das nicht noch unter die Nase zu reiben«, erwiderte ich.»Was hätten Sie gemacht?«
Er grinste.»Wahrscheinlich dasselbe wie Sie. Ich hätte gedacht, daß ein paar Ohrfeigen genügten, um aus dem Kerl herauszubringen, wer ihn geschickt hat.«
«Und das wissen wir jetzt nicht.«
«Nein. «Er seufzte.»Der Alte ist natürlich nicht maßlos begeistert. Er wußte zwar, daß ich das Büro als Falle benutzte, aber er glaubte nicht, daß es klappen würde. Jetzt ist er natürlich sauer. Er versucht, das Ganze zu vertuschen. Sie hätten auch eine Bombe schicken können, meint er. Und Andrews hat natürlich ein Fenster eingeschlagen, das ich wahrscheinlich bezahlen muß. Natürlich kommt der Trottel mit einem Schloß nicht zurecht.«
