
»Muß ich wirklich lernen, wie man den Wagen lenkt?«
»Jeder von uns muß mal die Zügel in die Hand nehmen.«
»Warum wirkte Master Gill so verärgert?«
»Weil er sich seine Wünsche nicht erfüllen konnte.«
»Darf ich denn niemals auf einem Pferd reiten?«
»Master Hoode ist bestimmt jederzeit dazu bereit.«
Die Gruppe zog ihres Weges und unterbrach die Reise nur kurz, um in einem Gasthaus eine Erfrischung zu sich zu nehmen. Wären sie alle zu Pferde gewesen, hätten sie an die dreißig Meilen pro Tag zurücklegen können, aber ihre Mittel erlaubten eine so große Zahl Pferde nicht. Da sie sich folglich nur im Fußgängertempo fortbewegten, mußten sie sich mit einer viel geringeren Tagesleistung zufriedengeben. Wenn sie sich anstrengten, würden sie vor Einbruch der Dunkelheit zwanzig Meilen schaffen, aber das hätte sie ziemlich erschöpft und ihnen weder die Zeit noch die Kraft gelassen, aus dem Stegreif eine Vorstellung zu geben, wo sie Quartier machten. Lawrence Firethorn und Nicholas Bracewell hatten sich ausführlich über ihre Reiseroute unterhalten. Es war wichtig, das richtige Tempo anzuschlagen.
Richard Honeydew drängte es nach weiterer Aufklärung.
»Habt Ihr diesen Kopf gesehen, Master Bracewell?«
»Kopf?«
»Als wir London verließen. Auf der Stange bei Bishopsgate.«
»Das habe ich bemerkt, Junge.«
»Der Anblick des einen Kopfes hat mich ganz krank gemacht.«
»Das war auch zum Teil die Absicht dahinter.«
»Kann denn irgendein Mann ein solches Schicksal wirklich verdienen?«
»Anthony Rickwood war ein Verräter, und die Strafe für Verrat ist der Tod. Ob dieser Tod so brutal und barbarisch erfolgen sollte, das ist eine andere Frage.«
