
Marina rief einigen Matrosen zu, daß sie Grearson zu sprechen wünsche. Nach einer Weile erschien der Kapitän mit ernstem, abweisendem Gesicht.
»Hallo, Grearson, how do you do«, rief Marina lachend, »was ist in den Gouverneur gefahren, daß er so verrückte Befehle gibt?«
»Ich bitte, Eure Worte besser zu wählen, Madam.«
»Ihr seid wirklich verrückt. Aber das macht nichts. Kommt herüber. Wir geben Euch freies Geleit. Ihr könnt unserem Wort vertrauen.« Grearson zögerte.
»Habt Ihr Angst?« neckte ihn Marina. »Wir haben ja keinen Auftrag, Euch zu verhaften! Wenn ich freies Geleit sage, dann meine ich auch freies Geleit.«
Von drüben wurde ein Laufsteg gelegt. Der Kapitän kam an Bord der »Trueno«. Er stand verlegen da und machte keine Anstalten, Marina oder Virgen zu begrüßen. »Nun, Ihr seht ja wirklich aus wie ein Feind! Ich will Eure Würde nicht verletzen und Euch deshalb nicht in meine Kabine bitten. Aber vielleicht sagt Ihr mir, wie Hastings auf die Idee kommt, uns verhaften zu wollen.«
»Ihr habt gegen die Interessen der Kompanie konspiriert, Madam. Ich wurde ausgeschickt, um die »Mapeika« und die »Trueno« zu suchen.«
»Nun, die »Trueno« habt Ihr ja gefunden. Wie steht es mit der »Mapeika«?« »Sie ist nicht in diese Breiten gekommen.«
»So, dann haben auch wir den verkehrten Weg; wir verfolgen sie nämlich seit Tagen.«
Jetzt horchte Grearson auf.
»Ihr verfolgt sie? Es sind doch Eure Freunde.«
»Eben darum, weil unsere Freunde an Bord sind oder besser waren. Ihr müßt nämlich wissen, daß die Türken sich aus dem Kielraum befreiten und das Schiff wieder in ihren Besitz bringen konnten. Unsere ganze Hoffnung ist, daß unsere Freunde noch unter den Lebenden weilen.« Grearson starrte sie ungläubig an.
»Komisch. Mir hat man gesagt, Ihr hättet den Verband zuerst verlassen, und die »Mapeika« sei erst nach Euch verschwunden.
