In der hinteren Ecke stand der Spielautomat.

Lansing holte tief Luft. Bis jetzt stimmte alles, was Jackson erzählt hatte. Immerhin war es möglich, daß er über die Kammer und den Automaten die Wahrheit gesagt hatte, der Rest aber dennoch erlogen war. Da stand ein Automat genau an der beschriebenen Stelle. Das mußte nicht heißen, daß auch alles andere stimmte.

Das Licht war schwach. Lansing durchquerte die Kammer mit übertriebener Vorsicht. Er wollte auf keinen Fall mit dem Fuß an irgendein Hindernis stoßen und zu Boden gehen. Vor dem Automaten blieb er stehen. Der Kasten sah genauso aus wie ein ganz gewöhnlicher Geldautomat. Hunderte solcher Apparate konnte man in allen Ecken des Campus finden. Alle warteten sie auf Vierteldollars, die irgendwann im Wohltätigkeitsfonds landeten und dann den Armen und Bedürftigen im Lande zugeführt wurden.

Lansing griff in seine Hosentasche und suchte nach der passenden Münze. Er fand endlich einen Vierteldollar und schob ihn in den Einwurfschlitz des Automaten. Die Maschine verschluckte das Geld mit der gewohnten Gier. Während sie das tat, flackerten ihre Lichter auf. Sie beleuchteten die Walzen mit den bunten Symbolen, die daraufgedruckt waren. Der Automat kicherte leise. Ein vertrauliches, gedämpftes Glucksen, so als ob er mit Lansing ein fröhliches Geheimnis teilte. Lansing zog den Hebel nach unten - mit übertriebenem Kraftaufwand. Die Walzen begannen sich wie rasend zu drehen, bunte Lämpchen flackerten. Schließlich hielten die Walzen an, und es geschah - nichts. Genau wie bei einem ganz gewöhnlichen Spielautomaten, dachte Lansing. Sie sind alle gleich. Sie verschlucken dein Geld, dann lachen sie dich aus.

Da begann die Maschine zu sprechen.

»Was, mein Herr, wünschen Sie?« fragte sie.

»Äh... das weiß ich nicht genau«, stotterte Lansing. »Eigentlich habe ich gar keinen Wunsch. Ich wollte nur einmal sehen, ob es dich tatsächlich gibt.«

»Das ist schade«, sagte der Automat. »Ich habe vieles zu geben.



14 из 229