Sie war schlank und dunkelhaarig und trug eine große, viereckige Sonnenbrille. Außerdem hatte sie ein blaues Leinenkleid an und lange, weiße Stiefel. Sie sah toll aus. Der Nachmittag gewann schlagartig an Format.

«Du lausiges, verdammtes Stinktier«, sagte sie.

Es war einfach nicht mein Tag.

Kapitel 2

Whoww«, sagte sie.»Der falsche. «Sie nahm die Sonnenbrille ab, legte sie zusammen und steckte sie in die weiße Handtasche, die ihr an einer dicken, blauweißroten Kordel von der Schulter baumelte.

«Machen Sie sich nichts draus.«

«Wo ist Larry?«

«Abgezogen. Richtung Türkei.«

«Abgezogen?«sagte sie verdutzt.»Soll das heißen, daß er wirklich schon weg ist?«

Ich schaute auf meine Uhr.»Ist vor zwanzig Minuten von Heathrow abgeflogen, glaube ich.«

«Verdammt!«sagte sie nachdrücklich.»Verdammt.«

Sie richtete sich auf, so daß ich sie auch von der Taille abwärts sehen konnte. Ein erfreulicher Anblick für einen armen Flieger. Die Beine sahen nach dreiundzwanzig Jahren aus, und es gab nichts an ihnen auszusetzen.

Sie beugte sich wieder vor. Auch an allem anderen gab es nichts auszusetzen.

«Wann kommt er zurück?«

«Er hat einen Dreijahresvertrag.«

«O Mist!« Ein paar Sekunden lang starrte sie mich unglücklich an, dann sagte sie:»Kann ich einsteigen und einen Augenblick mit Ihnen reden?«

«Klar«, sagte ich und nahm meine Landkarten und den ganzen anderen Kram von Goldenbergs Platz. Sie kletterte

in das Cockpit und ließ sich gekonnt auf den Sitz gleiten. Ganz bestimmt nicht ihr erster Auftritt in einem Leichtflugzeug. Ich dachte an Larry. Larry, der Glückspilz.

«Er hat Ihnen nicht zufällig… ein Päckchen… oder irgend etwas anderes… für mich mitgegeben, nein?«fragte sie niedergeschlagen.

«Nein, nichts, fürchte ich.«



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