
«Mit dem Geld«, fügte sie unglücklich hinzu,»wollte ich meine Flugstunden bezahlen.«
Ich sah sie mit einigem Interesse an.»Wie weit sind Sie denn?«
«Oh, den Flugzeugführerschein habe ich schon«, sagte sie.»Bei diesen Stunden ging es um Instrumentenflug. Und Funknavigation und den ganzen Kram. Ich habe insgesamt fünfundneunzig Flugstunden. Allerdings über vier Jahre verteilt, traurig, aber wahr.«
Damit gehörte sie in die Klasse der fortgeschrittenen Anfänger — ein überaus gefährliches Stadium. Nach achtzig Flugstunden fällt man bereits der Vorstellung zum Opfer, man wüßte genug. Nach hundert Stunden weiß man zumindest, daß dem keineswegs so ist. Dazwischen erreicht die Unfallquote ihren Höhepunkt.
Sie stellte mir eine Reihe Fragen über das Flugzeug, und ich antwortete ihr. Dann sagte sie:»Tja, ziemlich zwecklos, den ganzen Nachmittag hier rumzusitzen«, und begann, sich auf die Tragfläche hinauszustemmen.»Kommen Sie mit rüber zu den Rennen?«
«Nein. «Ich schüttelte den Kopf.
«Ach, geben Sie sich doch einen Ruck«, sagte sie.»Bitte.«
Die Sonne schien, und das Mädchen war ausgesprochen hübsch. Ich lächelte, sagte» Okay «und schwang mich ebenfalls hinaus auf den Rasen. Sinnlos, jetzt darüber zu spekulieren, was alles anders verlaufen wäre, wäre ich geblieben, wo ich war.
Ich holte meine Jacke aus dem hinteren Gepäckraum, verschloß sämtliche Türen und marschierte mit dem Mädchen quer über die Rennbahn. Der Mann am Tor ließ mich pflichtbewußt in den Führring ein, und Colins Schwester machte keine Anstalten, mich nun, nachdem sie mir Zutritt verschafft hatte, mir selbst zu überlassen. Statt dessen diagnostizierte sie meine nahezu komplette Unkenntnis und schien sich darüber zu freuen, etwas dagegen unternehmen zu können.
«Sehen Sie dieses braune Pferd da drüben?«fragte sie und lotste mich auf die Rails des Führrings zu.»Das Pferd, das am anderen Ende geht, die Nummer sechzehn, das ist das Tier, das Colin in diesem Rennen reitet. Es ist etwas leicht gebaut, macht aber sonst einen ganz guten Eindruck.«
