Zwei Jahre lang kamen Karten und Geschenke, immer ohne Absender. Zu meinem achtzehnten Geburtstag kam keine Karte, und Weihnachten danach kam kein Geschenk. Seither hatte ich nie wieder von ihr gehört.

Später kam ich zu dem Schluß, daß sie an Drogen gestorben sein mußte. Als ich älter wurde, konnte ich mir einiges zusammenreimen.

Die alte Frau starrte durchs Zimmer, so unversöhnlich und auf Zerstörung aus wie eh und je und immer noch wütend wegen meiner Worte.

«Du kommst bei mir nicht weit, wenn du so daherredest«, sagte sie.

«Ich will gar nicht weit kommen. «Ich stand auf.»Dieser Besuch bringt nichts. Wenn dir daran gelegen war, deine Tochter wiederzufinden, dann hättest du vor zwanzig Jahren suchen müssen. Und was mich betrifft… Ich würde sie nicht für dich ausfindig machen, selbst wenn ich es könnte.«

«Ich will nicht, daß du Caroline suchst. Ich glaube, du hast recht, sie ist tot. «Diese Vorstellung bereitete ihr ersichtlich keinen Kummer.»Ich möchte, daß du deine Schwester suchst.«

«Meine. was?«

Die feindseligen dunklen Augen taxierten mich listig.»Du hast nicht gewußt, daß du eine Schwester hast? Aber du hast eine. Ich vermache dir hunderttausend Pfund in meinem Testament, wenn du sie findest und zu mir bringst. Und glaub ja nicht, daß du mir irgendeine kleine Schwindlerin präsentieren kannst, auf die ich dann hereinfalle«, fuhr sie bissig fort, bevor ich zu Wort kam.»Ich bin zwar alt, aber kein bißchen verkalkt. Du müßtest Mr. Folk eindeutig beweisen, daß das Mädchen meine Enkelin ist. Und Mr. Folk wird nicht leicht zu überzeugen sein.«



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