Die paar Gramm, die sie durch die kombinierte Schwerkraft und Zentrifugalkraft Ramas gewannen, waren weder nützlich noch hinderlich; sie mußten sich voll und ganz auf ihre Jets verlassen. Sobald wie möglich, beschloß Norton, würde er Leitseile kreuz und quer zwischen dem Schiff und den Bunkern spannen lassen, damit man sich bewegen konnte, ohne Treibstoff zu vergeuden.

Die nächste bunkerähnliche Erhebung war nur zehn Meter von der Luftschleuse entfernt.

Nortons erste Sorge galt der Überprüfung, ob das Schiff beim Aufsetzen keinen Schaden gelitten hatte.

Der Rumpf der Endeavour preßte sich mit einem Gewicht von mehreren Tonnen gegen die gekrümmte Wand, doch war der Druck gleichmäßig verteilt. Beruhigt begann er um die kreisförmige Struktur herumzugleiten, um ihren Zweck zu erkennen.

Norton war erst ein paar Meter vorangekommen, als er auf eine Unebenheit in der glatten, allem Anschein nach metallischen Wand stieß.

Zunächst dachte er, es handle sich um irgendeine seltsame Verzierung, sie schien keine praktische Funktion zu erfüllen. Sechs Rinnen oder Schlitze waren in radialer Anordnung tief in das Metall eingegraben. In ihnen lagen sechs Quersprossen wie die Speichen eines randlosen Rades mit einer kleinen Nabe im Mittelpunkt.

Doch dieses Rad ließ sich nicht drehen, da es in die Wand eingebettet war.

Dann bemerkte er mit wachsender Erregung, daß an den Speichenenden tiefere Nischen lagen, deren Form es einer zupackenden Hand (einer Klaue, einem Tentakel?) leichtmachten zuzupacken. Wenn man sich so hinstellte, sich gegen die Wand preßte und so an der Speiche zog… Leicht und ohne Widerstand glitt das Rad aus der Wand hervor. Zu seinem größten Erstaunen — denn er war praktisch sicher gewesen, daß sämtliche beweglichen Teile vor ewigen Zeiten bereits vakuumversiegelt worden sein mußten — hielt Norton das Speichenrad fest.



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