Die Nachricht versetzte sie in freudige Erregung. Jetzt bestand doch noch eine gute Chance, rechtzeitig zur Erstausgabe einen Bildbericht nach New York schicken zu können.

Der Kombi mit dem CBA-Trio und dem Mann von der Times näherte sich der Landebahn 17L. Die Zahl bedeutete eine Polabweichung von 170 Grad, die Bahn verlief also fast genau in südlicher Richtung; das L bedeutete, daß es sich um die linke der beiden Rollbahnen handelte. Wie auf allen Flughäfen war die Bezeichnung in großen weißen Buchstaben auf den Asphalt gemalt.

Während sie mit unverminderter Geschwindigkeit weiterfuhren, erläuterte Vernon: »Ein Pilot in Not darf sich seine Landebahn selbst aussuchen. Bei uns ist es meistens die 17L. Die ist fast siebzig Meter breit und von den Rettungsdiensten am schnellsten zu erreichen.«

Der Kombi hielt auf einer Rollbahn an, die die 17L kreuzte. Von dort aus würde der Anflug und die Landung des Airbus gut zu beobachten sein.

»Das hier wird der Kommandostand vor Ort«, erklärte Vernon.

Noch immer trafen Rettungsfahrzeuge ein, einige stellten sich in der Nähe des Kombis in Position. Die Flughafenfeuerwehr hatte sieben Lastzüge abgestellt, vier riesige Oshkosh M15 Schaumlöschzüge, einen Drehleiterwagen und zwei kleinere Spezialfahrzeuge für schnelle Eingreifkommandos, sogenannte RIVs. Die Schaumlöschzüge mit ihren riesigen, fast zwei Meter hohen Reifen, den zwei Motoren, je einer vorne und einer hinten, und den Hochdruckspritzen waren praktisch selbständige Brandbekämpfungseinheiten. Die schnellen und wendigen RIVs waren für den Ersteinsatz in allernächster Nähe des brennenden Flugzeugs gedacht.

Polizisten sprangen aus ihren blauweißen Limousinen, holten silberfarbene Schutzanzüge aus den Kofferräumen und zogen sie an. Die Flughafenpolizei sei auch für die Brandbekämpfung ausgebildet, erklärte Vernon. Aus dem Funkgerät des Kombis drang ein Wirrwarr von Befehlen.



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