Als das Fahrgestell auf dem Boden aufsetzte, explodierte der zweite Reifen, dann der dritte. Plötzlich löste sich die gesamte rechte Bereifung auf... die Räder liefen nur noch auf den Felgen... das gräßliche Kreischen von Metall, ein Funkenregen, eine Wolke aus Staub und Betonsplittern... Wie durch ein Wunder schafften es die Piloten, den Airbus auf der Landebahn zu halten... Die Sekunden dehnten sich, während das Flugzeug über die Piste raste... Doch endlich stand er. Und im gleichen Augenblick loderten die Flammen in die Höhe.

Mit rasender Geschwindigkeit näherten sich die Löschzüge, Augenblicke später waren die Schaumspritzen in Aktion. In Sekunden quoll die weiße Masse auf und türmte sich wie ein Berg aus Rasierschaum.

Am Flugzeug wurden Türen geöffnet, Notrutschen fielen heraus. Die rechte Vordertür war offen, doch die mittleren wurden vom Feuer blockiert. Auf der linken, vom Feuer abgewandten Seite, waren die vordere und eine der mittleren Türen offen. Einige Passagiere glitten bereits über die Rutschen ins Freie.

Doch von den zwei Heckausgängen auf jeder Seite war bis jetzt noch keiner geöffnet.

Durch die drei offenen Türen quoll Rauch aus dem Flugzeug.

Einige Passagiere waren bereits auf dem Rollfeld. Hustend drängten immer neue nach, viele mußten sich übergeben, alle schnappten nach Luft.

Das Feuer an der Außenhaut des Flugzeugs erstickte nun langsam unter Bergen von Schaum.

Die Männer aus den RIVs mit ihren silberfarbenen Schutzanzügen und Atemgeräten hatten schnell reagiert und Leitern an die verschlossenen Hecktüren angelegt. Als sie jetzt von außen geöffnet wurden, quoll noch mehr Rauch aus der Maschine. Die Männer stürzten hinein, um auch die Brandherde im Inneren zu löschen. Andere drangen durch die vorderen Türen ein und halfen den zum Teil sehr schwachen und benommenen Passagieren beim Ausstieg.



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