
Der Redaktionssaal lag einen Stock unter dem Hufeisen, neben dem Sendestudio, das die Hektik des Saals als optischen Hintergrund benutzte. Ein Kontrollraum, in dem ein Regisseur die technischen Komponenten jeder Sendung zusammenstellte, befand sich im Keller des Hauses.
Sieben Minuten waren seit dem Bericht aus Dallas über den havarierten Airbus vergangen. LaSalle knallte den Hörer auf die Gabel, nahm einen anderen auf und las gleichzeitig von einem Computermonitor eine AP-Meldung ab, die eben hereinkam. Während er sich weiter um eine möglichst vollständige Berichterstattung über den Vorfall bemühte, hielt er ständig das Hufeisen über die neuesten Entwicklungen auf dem laufenden.
Von LaSalle stammte die entmutigende Nachricht, daß das nächste Kamerateam zwar, ohne auf Geschwindigkeitsbegrenzungen zu achten, auf den Flughafen zuraste, aber immer noch zwanzig Meilen vom Schauplatz entfernt war. Dafür gab es einen guten Grund: Es war ein sehr hektischer Tag gewesen für das Büro in Dallas, alle Kamerateams und Korrespondenten waren unterwegs, und es war einfach Pech, daß keiner der Einsatzorte in der Nähe des Flughafens lag.
Natürlich würde es in Kürze Bilder geben, aber eben nur verspätete, keine von der kritischen Landung des Airbus selbst, die mit Sicherheit spektakulär werden und vielleicht sogar in einer Katastrophe enden würde. Es war auch sehr unwahrscheinlich, daß für die Erstausgabe der Nachrichten, die über Satellit einen Großteil der Ostküste und Teile des Mittelwestens abdeckte, überhaupt Bilder zur Verfügung standen. Immerhin, und das war ein kleiner Trost, hatte der Bürochef in Dallas erfahren, daß weder die großen Konkurrenten noch die lokalen Sender Kamerateams am Flughafen hatten, obwohl auch die bereits unterwegs waren.
