Der Name Rrit gehörte der Familie des Patriarchen von Kzin. Louis kippte den Rest seines Drinks. Es war egal. Die Beleidigung war tödlich, sie konnte nur mit Blut abgewaschen werden. Und gefressen werden konnte man nur einmal.

Der Kzin, der direkt hinter dem Puppenspieler gesessen hatte, trat vor.

Ein dichtes Fell in hellem Orange. Über den Augen schwarz gefleckt. Alles in allem eine fette Tigerkatze von zweieinhalb Metern Größe. Nur, daß das »Fett« in Wirklichkeit Muskeln waren, geschmeidige, kraftvolle Muskeln, die sich merkwürdig verteilt über einen ebenso merkwürdigen Torso spannten. Aus den Fingerspitzen von Händen, die aussahen wie glatte schwarze Lederhandschuhe, glitten geschärfte und polierte Krallen.

Eine Vierteltonne intelligenten Raubtiers ragte drohend über dem Puppenspieler auf. »Verraten Sie mir doch, warum Sie meinen, den Patriarchen von Kzin ungestraft beleidigen zu können?«

Der Puppenspieler antwortete ohne Zögern und ohne jede Spur von Zittern in der Stimme. »Ich habe auf einem Planeten im System Beta Lyrae einen Kzin mit Namen Chuft-Captain getreten, daß ihm drei Streben seines Endoskeletts zerbrachen… Ich suche einen Kzin mit Mumm in den Knochen.«

»Fahren Sie fort«, sagte der Kzin mit den schwarz umrandeten Augen. Trotz der Beschränkungen durch die anatomischen Eigenheiten sprach er ein akzentfreies Interspeak. Seine Stimme verriet nichts von der Wut, die ihn erfüllen mußte. Im Gegenteil, Kzin und Puppenspieler zeigten derart wenig Emotionen, daß Louis fast meinte, irgendein langweiliges Ritual zu verfolgen.

Auf dem Tisch der Kzinti standen Schüsseln mit rohem Fleisch, unmittelbar vor dem Servieren auf Körpertemperatur erwärmt. Jetzt grinsten alle vier.

»Dieser Mensch und ich«, fuhr der Puppenspieler fort, »werden einen Ort im Weltall erforschen, von dem kein Kzin jemals auch nur geträumt hat. Wir brauchen einen Kzin in unserem Team. Welcher Kzin ist mutig genug, dorthin zu gehen, wohin ein Puppenspieler ihn führt?«



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