
Die Cornflakes mit Milch waren herrlich.
»Ich habe so den Verdacht«, sagte er, »du wolltest dein Pausenjahr auf ewig ausdehnen.«
Einen Moment lang vergaß ich zu kauen. Er hatte unbestreitbar recht.
»Also geh nach Exeter, Ben. Lerne da etwas fürs Leben. Du brauchst dich nicht auszuzeichnen. Ein akademischer Grad zweiter Klasse reicht völlig. Dritter Klasse auch noch, obwohl ich denke, du schlägst dich ganz gut, daran hat dich dein ungünstiges Geburtsdatum ja noch nie gehindert.«
Ich schlang Speck, Tomaten und Pilze hinunter und aß den Toast dazu. Weil unser starres Bildungssystem Schulkinder ihrem Alter statt ihrer Entwicklung nach einteilte und weil ich am letzten Tag meines Schuljahrgangs geboren war (einen Tag später, und ich hätte zwölf Monate gewonnen), war ich immer der Klassenjüngste gewesen, der sich anstrengen mußte, um Schritt zu halten. Ein Pausenjahr hätte das schön ausgeglichen. Er gab mir gerade zu verstehen, daß er das alles wußte, und verzieh mir im voraus mögliche Abschlußschwächen.
»Bevor du nach Exeter gehst«, sagte er, »möchte ich, daß du für mich arbeitest. Du sollst mit nach Hoopwestern kommen und mithelfen, daß ich gewählt werde.«
Ich starrte ihn an, kaute zwar noch, schmeckte aber nichts mehr.
»Ich habe doch keinen Schimmer von Politik«, sagte ich und schluckte.
»Brauchst du auch nicht. Du sollst ja weder Reden halten noch Erklärungen abgeben. Du sollst mich nur begleiten, du sollst dabeisein.«
»Ja ... aber«, stammelte ich fast, »ich verstehe nicht, wozu eigentlich.«
»Iß deinen Apfel«, sagte er ruhig, »und ich erkläre es dir.«
