
Die Dreel paßten sich jedem neuen Wirtsorganismus schnell an, künftige Generationen übernahmen hinfort jedoch das vorbestimmte Muster. Was jene im Inneren von Har Bateen anging, so fühlten sie sich bei 37° Celsius am wohlsten; sank die Temperatur sehr viel tiefer, oft nur ein, zwei Grad, so starben sie. Küssen war indessen geradezu ideal.
Sie erreichten ein Zimmer. Roza zog sich hastig aus und fragte geziert:»Na, wie magst du es?«
Er lächelte.
»Vorerst nur küssen«, schlug er vor. Er zog ihren Körper an sich, beugte sich ein wenig vor und küßte sie. Sie öffnete ihren Mund so weit wie er, Zungen begegneten sich, Speichel wurde ausgetauscht.
Und mit ihm gelangten an die zehntausend Dreel hinüber.
Er setzte das eine Weile fort, um sicherzustellen, daß die Übertragung vollständig war, dann machte er auf die gewohnte Weise weiter, die sie erwartete, während die Kolonie den neuen Wirt untersuchte, die richtigen Zellen, Nerven und Nachrichtenzentralen fand und einen Zyklus rascher Vermehrung einleitete, um die Übernahme zu erleichtern. Unter Verwendung der Proteine ihres Körpers konnten sie sich alle dreißig Sekunden teilen, obwohl ein länger andauernder Prozeß bedeuten würde, sie zu schwächen, ja, vielleicht sogar zu töten.
Inzwischen fuhr Har Bateen mit dem Liebesspiel fort. Sie betrieben es bereits mehrere Minuten, als er eine unnatürliche Zuckung in ihr entdeckte. Innerhalb der ersten zehn Minuten hatten sich die Dreel in ihrem Inneren auf fast 41000 vermehrt.
Mit vollständigem Wissen geboren, verloren sie keine Zeit, ihre Posten innerhalb des Körpers zu beziehen und im Kreislaufsystem dorthin zu gleiten, wo sie am nötigsten gebraucht wurden: im Gehirn und in der Wirbelsäule.
Sie ließ ihn plötzlich los und erschlaffte, einen verwirrten Ausdruck im Gesicht; sie wirkte eingefallen, ein wenig erschöpft und schwitzte.
