»’schuldige«, stöhnte sie. »Ich — ich fühl’ mich nich’ — so gut. Fühl’ mich komisch…«

Er rollte sich von ihr weg, stand auf und betrachtete sie zufrieden. Ihr Körper verkrampfte sich nun, als Nerven und Muskeln unter andere Kontrolle gerieten und ausprobiert wurden. Sie zuckte auf dem Bett, zuerst wie bei einem epileptischen Anfall, schließlich langsamer und bedächtiger, wie eine Marionette an Tausenden von Schnüren.

Dann lag sie still. Sie atmete schwer, lag aber still. Er bückte sich nach seiner Kleidung und zog ein kleines, weißes Kästchen heraus, in dem sich eine Reihe dicker, weicher Kekse befanden. Er brachte sie ihr und hielt sie ihr wortlos hin.

Sie setzte sich unsicher auf, griff nach einem der Kekse und aß ihn gierig. Nach ganz kurzer Zeit hatte sie alle aufgegessen. Es würde nicht immer Zeit bleiben, die umgewandelten Stoffe rasch zu ersetzen, aber die Schlüsselübertragung mußte in bester Verfassung geschehen. Die anderen — nun, das war das Risiko, ein Soldat zu sein.

Schließlich war sie fertig und sah zu ihm auf.

»Wir haben alleinige Kontrolle«, versicherte sie ihm in einer Sprache, die Roza nie gekannt, ja, von ihr nicht einmal je gehört hatte — so fremd, daß es kaum möglich erschien, wie sie aus einer menschlichen Kehle zu dringen vermochte.

»Es ist gut«, erwiderte er in derselben Sprache, drehte sich um und zog sich an. Sie folgte seinem Beispiel. Für ihn war alles erledigt. Die Persönlichkeit, die Psyche, der Geist von Roza, oder wie man das immer nennen wollte, war tot, aber ihre Erinnerungen, eingeschlossen in die Eiweißmoleküle ihres Gehirns, blieben. Sie wußte alles, was Roza gewußt hatte, und mehr, denn die Dreel besaßen mühelosen Zugang zum ganzen Hirn.

Er wollte gehen, aber sie hielt ihn auf.

»Warte lieber noch zehn Minuten«, warnte sie in ihrer alten Menschensprache. Selbst der Akzent stimmte genau. »Podi und die anderen würden argwöhnisch werden, wenn wir so schnell zurückkommen.«



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