
»Ich hoffe, Blair Bainbridge hat in Foxden so viel Glück wie die MacGregors.«
»Er sollte bei dem Namen bleiben.«
»Das ist seine Sache«, erwiderte Harry.
»Wetten, Miranda wird ihn dazu bringen.« Susan holte tief Luft. »Du hast einen neuen Nachbarn, Mädchen. Stirbst du nicht vor Neugierde?«
Harry schüttelte den Kopf. »Nein.«
»Lügnerin.«
»Bin ich nicht.«
»Ach Harry, du mußt endlich mal über die Scheidung wegkommen.«
»Ich bin über die Scheidung weg, und ich will mich nicht als Meisterin im Sehnen und Schmachten profilieren, trotz deiner Schikanen im letzten halben Jahr.«
Susan hob die Stimme: »Du kannst nicht ewig leben wie eine Nonne.«
»Ich lebe, wie ich leben will.«
»Die fangen schon wieder an«, bemerkte Tucker.
Mrs. Murphy nickte.»Tucker, wollen wir heute abend nach Foxden rüber, wenn wir aus dem Haus können? Laß uns diesen Bainbridge mal unter die Lupe nehmen. Ich meine, wenn alle anfangen, ihm Mom zuzuschustern, sollten wir mal ein paar Fakten einholen.« »Glänzende Idee.«
2
Um elf Uhr an diesem Abend schlief Harry tief und fest. Mrs. Murphy, die Behendigkeit selbst, zog die Hintertür auf. Harry schloß selten ab, und heute abend hatte sie die Tür nicht fest zugeklinkt. Es erforderte von der Katze mit ihren geschickten Pfoten nur ein wenig Geduld, um die Tür ganz aufzubekommen. Die Fliegentür war ein Kinderspiel. Tucker stieß sie mit der Nase auf, der Haken schnellte aus der Befestigung.
Es war eine für Oktober ungewöhnlich warme Nacht, ein letztes Aufflackern des Spätsommers. Harrys alter supermanblauer Ford Transporter parkte bei der Scheune. Der Wagen lief wie geschmiert. Die Tiere trotteten an dem Transporter vorbei.
