
Wenn Harry ihre Tiere besser verstünde, wüßte sie sogar noch mehr, denn die Corgihündin Tee Tucker konnte unter die Verandastufen huschen, und Mrs. Murphy konnte auf den Heuboden springen, eine Leistung, die die behende Tigerkatze elegant und mühelos vollbrachte Katze und Hündin verfügten über eine Fülle von Informationen, die sie ihrer relativ intelligenten menschlichen Gefährtin mitteilen konnten. Aber das war nicht einfach. Manchmal mußte sich Mrs. Murphy vor Mutter Harry auf der Erde wälzen, oder Tee Tucker mußte sie am Hosenbein packen.
Heute tratschten die Tiere nicht über Menschen oder über ihresgleichen. Sie saßen neben Harry und beobachteten Miranda Hogendobber, die, angetan mit rotem Faltenrock, gelbem Pullover und Gartenhandschuhen, ihr kleines Beet beackerte, auf dem massenhaft Speise- und Zierkürbisse gediehen. Harry winkte Mrs. Hogendobber zu, die den Gruß erwiderte.
»Harry«, rief Susan Tucker, Harrys beste Freundin, aus dem Postamt.
»Ich bin hier draußen.«
Susan öffnete die Hintertür. »Die reinste Postkartenidylle. Herbst in Mittelvirginia.«
Während sie sprach, ging die Hintertür des Lebensmittelladens auf, und Pewter, die dicke graue Katze der Shifletts, kam mit einem Hühnerbein im Maul herausgeflitzt.
Market rief der Katze nach: »Verdammte Scheiße, Pewter, heute kriegst du kein Abendessen.« Er starrte hinter ihr her, wie sie aufs Postamt zusteuerte, und als er aufsah, erblickte er Harry und Susan. »Entschuldigt, meine Damen, wenn ich gewußt hätte, daß ihr da seid, hätte ich keine so unanständigen Worte in den Mund genommen.«
