Kennt die goldnen Zeiten

Nur aus Märchen, von weiten.


Das Volk.

Weh uns! Weh!


Satyros.

Da eure Väter neugeboren

Vom Boden aufsprangen,

In Wonnetaumel verloren

Willkommelied sangen,

An mitgeborner Gattin Brust,

Der rings aufkeimenden Natur,

Ohne Neid gen Himmel blickten,

Sich zu Göttern entzückten.

Und ihr — wo ist sie hin, die Lust

An sich selbst? Siechlinge, verbannet nur!


Das Volk.

Weh! Weh!


Satyros.

Selig, wer fühlen kann,

Was sei: Gott sein! Mann!

Seinem Busen vertraut,

Entäußert bis auf die Haut

Sich alles fremden Schmucks,

Und nun ledig des Drucks

Gehäufter Kleinigkeiten, frei

Wie Wolken, fühlt was Leben sei!

Stehn auf seinen Füßen,

Der Erde genießen,

Nicht kränklich erwählen,

Mit Bereiten sich quälen;

Der Baum wird zum Zelte,

Zum Teppich das Gras,

Und rohe Kastanien

Ein herrlicher Fraß!


Das Volk.

Rohe Kastanien! O hätten wir's schon!


Satyros.

Was hält euch zurücke

Vom himmlischen Glücke?

Was hält euch davon?


Das Volk.

Rohe Kastanien! Jupiters Sohn!


Satyros.

Folgt mir, ihr Werten!

Herren der Erden!

Alle gesellt!


Das Volk.

Rohe Kastanien! Unser die Welt!


Ende des dritten Aktes.

Vierter Akt

Im Wald



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