Dem Fratzen da ist gar nichts recht.


Psyche.

O Kind! er ist von einem Göttergeschlecht.


Hermes.

Ihr scheint mir auch so wunderbar.


Satyros.

Siehst an mein ungekämmtes Haar,

Meine nackte Schultern, Brust und Lenden,

Meine lange Nägel an den Händen;

Da ekelt dir's vielleicht dafür?


Hermes.

Mir nicht!


Psyche.

Mir auch nicht.


Arsinoe für sich.

Aber mir!


Satyros.

Ich wollt sonst schnell von hinnen eilen

Und in dem Wald mit den Wölfen heulen,

Wenn ihr euer unselig Geschick

Wolltet wähnen für Gut und Glück,

Eure Kleider, die euch beschimpfen,

Mir als Vorzug entgegenrümpfen.


Hermes.

Herr! es ist eine Notwendigkeit.


Psyche.

O, wie beschwert mich schon mein Kleid!


Satyros.

Was Not! Gewohnheitsposse nur,

Fernt euch von Wahrheit und Natur,

Drin doch alleine Seligkeit

Besteht, und Lebens-Liebens-Freud;

Seid all zur Sklaverei verdammt,

Nichts Ganzes habt ihr allzusamt!


Es drängt sich allerlei Volks zusammen.


Einer aus dem Volk.

Wer mag der mächtig Redner sein?


Ein Anderer.

Einem dringt das Wort durch Mark und Bein.


Satyros.

Habt eures Ursprungs vergessen,

Euch zu Sklaven versessen,

Euch in Häuser gemauert,

Euch in Sitten vertrauert,



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