
»Die Katze hat Ihre Handschuhe auf den Boden geworfen.«
Harry drehte sich um, als die Handschuhe herunterklatschten.
»Na so was. Sie muß verstehen, was wir sagen.« Harry lächelte, dann folgte sie Big Marilyn nach draußen zu ihrem graublauen Volvo.
»Manchmal frage ich mich, warum ich mich mit ihr abgebe«, klagte Mrs. Murphy.
»Fang bloß nicht wieder damit an. Ohne Harry wärst du verloren.«
»Sie ist gutherzig, das geb ich ja zu, aber herrje, sie ist so begriffsstutzig.«
»Das sind sie alle«, pflichtete Tucker bei.
Harry und Mim kehrten mit zwei Pappkartons voller beigefarbener Einladungen zurück.
»Na, Harry, Sie werden vor allen anderen wissen, wer eingeladen ist und wer nicht.«
»So geht es mir meistens.«
»Sie sind natürlich eingeladen, trotz Ihres gegenwärtigen, hm, Problems. Little Marilyn hängt so an Ihnen.«
Little Marilyn tat nichts dergleichen, aber niemand getraute sich, Harry nicht einzuladen, weil das unhöflich wäre. Sie kannte tatsächlich jede Gästeliste in der Stadt, und weil sie alles und jeden kannte, war es klug, sich mit Harry gut zu stellen. Big Marilyn sah in ihr eine »Quelle«.
»Alle sind nach Postleitzahlen geordnet und gebündelt.« Mim klopfte auf den Schalter. »Und fassen Sie sie nicht ohne Handschuhe an, Harry. Die Farbe kriegen Sie nie von den Fingern runter.«
»In Ordnung.«
»Dann überlaß ich sie jetzt Ihnen.«
Kaum hatte sie Harry von ihrer Anwesenheit befreit, als Josiah DeWitt erschien, der kurz an seinen Hut tippte und einen Moment draußen mit Mim plauderte. Er trug eine weiße Hose, ein weißes Hemd und auf dem Kopf einen flotten Strohhut, und er schenkte der Posthalterin ein breites Lächeln.
