
»Mord - du redest von Mord.« Harrys Augen wurden weit.
»Verflixt noch mal, Harry, ein großer starker Mann wie Kelly fällt nicht einfach in einen Betonmischer. Jemand hat ihn reingeworfen.«
»Vielleicht ist er's nicht. Vielleicht war es ein Betrunkener oder.«
»Er ist es. Der Ferrari war direkt an der Stelle geparkt. Kelly ist nicht im Büro erschienen. Da sein Wagen dastand, nahmen alle an, daß er irgendwo auf dem Gelände war. Genau wußten sie es nicht, bis ein Mann den Mischer in Bewegung setzte und es sich komisch anhörte.«
Harry schauderte bei dem Gedanken, was der arme Kerl erblickt hatte, als er in die Mischmaschine sah.
»Er war kein Heiliger, aber wer ist das schon? Er kann unmöglich andereso erzürnt haben, daß sie ihn umbrachten.«
»Einer würde reichen.« Market atmete tief. Die Neuigkeit selbst gefiel ihm nicht, aber es war schon etwas Besonderes, der Überbringer solcher Nachrichten zu sein, und Market war nicht gefeit gegen diese seltenen Augenblicke der Privilegiertheit. »Ich dachte, du solltest es wissen.«
Als er sich zum Gehen wandte, rief Harry: »Deine Post.«
»Ach ja.« Market angelte die Post aus seinem Fach und ging.
Harry setzte sich auf den Schemel hinter dem Schalter. Sie mußte ihre Gedanken ordnen. Dann ging sie zum Telefon und rief die Veterinärpraxis an. Fair war nicht da, und sie ließ ihm ausrichten, daß er sie sofort anrufen solle. Danach wählte sie Susans Nummer.
»Dudel, dudel, dudel«, meldete sich Susan am Telefon. Sie fand es langweilig, immer »hallo« zu sagen.
»Susan!«
Susan merkte am Klang von Harrys Stimme, daß etwas nicht stimmte. »Was ist passiert?«
»Man hat Kelly Craycrofts Leiche in einem Betonmischer gefunden. Market hat's mir gerade erzählt, und er sagt, es war Mord.«
