
Er war… draußen!
Nachdem er sich wieder angezogen hatte, drang er behutsam in den Wald vor. Fremdartige Gerüche umfingen ihn, süßliche Düfte, ekelerregende Ausdünstungen, Gerüche von Moder und faulendem Holz. Äste knackten unter seinen Füßen und lösten zischelnde Geräusche irgendwo im Dunkel aus, die ihm Schauder über den Rücken jagten. Ab und zu blieb er stehen und lauschte, am ganzen Körper angespannt. Es war still, bis auf fernes Zirpen und Rascheln. Er konnte den Urwald um sich herum spüren wie einen einzigen riesigen Organismus, und er fühlte sich, als marschiere er geradewegs in den Schlund eines kolossalen Ungeheuers.
Er begriff, daß es nicht ratsam war, bei völliger Dunkelheit durch einen Dschungel zu stolpern, von dem er nichts wußte. Er kehrte um und suchte sich einen geschützten Platz am Waldrand. Sein Körper glühte noch immer von dem kalten Wasser, und er spürte alle Lebenskräfte in sich beben und pulsieren, aber er spürte auch bleierne Müdigkeit aufsteigen, die Müdigkeit eines anstrengenden Transatlantikfluges, eines langen Tages und einer ereignisreichen Nacht. Er legte sich nieder, zwischen Moos und raschelnden Blättern, und schlief auf der Stelle ein.
Als er erwachte, war es hell. Er brauchte einen Moment, bis ihm wieder einfiel, was geschehen war. Wäre er an diesem Morgen in seinem Bett erwacht, er hätte das Erlebte bereitwillig als phantastischen Traum akzeptiert. Aber dies war die Wirklichkeit. Mit einem Schlag war er hellwach.
