Stella! Stella! Ich komme! fühlst du nicht meine Näherung? in deinen Armen alles zu vergessen! — Und wenn du um mich schwebst, teurer Schatten meines unglücklichen Weibes, vergib mir, verlaß mich! Du bist dahin; so laß mich dich vergessen, in den Armen des Engels alles vergessen, meine Schicksale, allen Verlust, meine Schmerzen, und meine Reue — Ich bin ihr so nah und so ferne — Und in einem Augenblick — Ich kann nicht, ich kann nicht! Ich muß mich erholen, oder ich ersticke zu ihren Füßen.

Postmeisterin kommt.


Postmeisterin.

Verlangen der gnädige Herr zu speisen?


Fernando.

Sind Sie versehen?


Postmeisterin.

O ja! wir warten nur auf ein Frauenzimmer, das hinüber zur gnädigen Frau ist.


Fernando.

Wie geht's Ihrer gnädigen Frau?


Postmeisterin.

Kennen Sie sie?


Fernando.

Vor Jahren war ich wohl manchmal da. Was macht ihr Gemahl?


Postmeisterin.

Weiß Gott. Er ist in die weite Welt.


Fernando.

Fort?


Postmeisterin.

Freilich! Verläßt die liebe Seele! Gott verzeih's ihm!


Fernando.

Sie wird sich schon zu trösten wissen.


Postmeisterin.

Meinen Sie doch? Da müssen Sie sie wenig kennen. Sie lebt wie eine Nonne, so eingezogen, die Zeit ich sie kenne. Fast kein Fremdes, kein Besuch aus der Nachbarschaft kommt zu ihr. Sie lebt mit ihren Leuten, hat die Kinder des Orts alle an sich und ist, ungeachtet ihres innern Schmerzens, immer freundlich, immer angenehm.



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