
Bedauerlicherweise hatte die Ablehnung unseres Buches in den Medien zur Folge, dass die einfachen, aber wirksamen Methoden zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen, die wir als Gegenmaßnahme vorgeschlagen haben, nicht auf breiter Front Anwendung fanden.
Die Menschen wollen nicht über die sich anbahnende Umweltkatastrophe nachdenken, weil sie sich ohnmächtig fühlen, und sie werden in ihrer Haltung von Medien unterstützt, die einer Erörterung dieses Themas gleichgültig oder sogar feindlich gegenüberstehen. Am schlimmsten ist jedoch die Politisierung dieser Frage in den USA, wo die Konservativen die Positionen von George W. Bush, Rush Limbaugh und Reverend Jerry Falwell unterstützen. Letzterer hat sich sogar zu der Bemerkung verstiegen, er glaube nicht an die Erwärmung der Erdatmosphäre. Die Demokraten zeigen sich zwar aufgeschlossener, müssen aber auch die Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit in dieser Frage zur Kenntnis nehmen, mit dem Ergebnis, dass die drohende Klimakatastrophe im Wahlkampf 2000 kaum eine Rolle spielte.
Das Traurige daran ist, dass die Menschen den Ausstoß von Treibhausgasen mit den einfachen in diesem Buch skizzierten Verfahren tatsächlich in den Griff bekommen könnten – und das ohne nennenswerten Kostenaufwand. Aber dazu brauchen wir eine internationale Anstrengung. Dieses Projekt kann nur Erfolg haben, wenn es von vielen Menschen getragen wird. Hier hätten die Medien Aufklärungsarbeit leisten müssen. Leider haben sie es nicht getan.
Wenn wir nicht umgehend handeln, ist ein plötzlicher Klimawandel unvermeidlich, und es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass er viel früher kommen wird, als man es für möglich gehalten hat. Das böse Erwachen rückt unaufhaltsam näher.
Am 11. Juli 2000 veröffentlichte Discovery.com die Ergebnisse einer Untersuchung aus dem norwegischen Wissenschaftsmagazin Cicerone.
