
„Einen Moment, Captain.“ Die Pause, bis die Stimme erneut kam, währte kurz. „Temperatur 77; Druck 26,1; Wind mit Geschwindigkeit 200 p. h. a us 21 Grad; Sauerstoffanteil normal bei 0,0122.“
„Danke. Anscheinend nicht zu übel.“
„Ja. Wenn es erlaubt ist, begleite ich dich, um von der Oberfläche einige Proben zu holen. Dürfen wir den Bohrer aufstellen? In eine ausreichende Tiefe können wir in weniger als zehn Stunden vordringen.“
„Gut. Ich verlasse die Schleuse wahrscheinlich vor euch, da ihr Zeit zur Vorbereitung des Bohrgeräts braucht, aber ich werde Anweisung geben, daß man für Beleuchtung sorgt, sobald es erforderlich wird. Unterrichte Kervenser vom Umfang der Gruppe, damit er eine Eintragung ins Logbuch vornimmt.“
„Danke, Captain. Wir fangen sofort an.“
Dondragmer ließ seinen Kopf zurück auf Deckhöhe sinken; natürlich würde er, obwohl die Maschinen stillstanden, die Brücke nicht vor dem Eintreffen der Ablösung verlassen. Kervenser ließ einige Minuten lang auf sich warten, weil er die eigene Ablösung erst über die wahrzunehmenden Pflichten informieren mußte. Das Warten störte ihn nicht, denn er hing ohnehin allerlei Gedanken nach.
Dondragmer pflegte sich niemals zu sorgen (die Nervensysteme der Meskliniten waren außerstande, auf solche Weise auf Ungewißheit zu reagieren), aber es war ihm lieber, sich anbahnende Situationen zu durchdenken.
Die Tatsache, daß er sich zehn- oder zwölftausend Meilen von jeder Hilfe entfernt befand, sollte die Kwembly jemals beschädigt werden, betrachtete er lediglich als Hintergrund, nicht als spezielles Problem. Dieser Umstand unterschied sich grundsätzlich nicht von jenen Situationen, denen er im Verlauf seines Lebens auf Mesklins weiten Ozeanen ausgesetzt gewesen war. Die Ursache seiner Unruhe, die sein gewöhnlich sehr verfestigtes Selbstvertrauen beeinträchtigte, war vielmehr die Maschine, die seinem Befehl unterstand.
