
verwerfe den Vorteil
Räuber und Diebe werden verschwinden
Diese Drei sind äußerlich
für sich selbst ungenügend
Darum folge den Grundsätzen:
Erkenne das Einfache
Pflege das Schlichte
Lege die Selbstsucht ab
Mäßige das Verlangen
20. Von der Freiheit
Gib das Wissen auf
Sei ohne Angst
Gibt es einen Unterschied zwischen Ja und Nein?
Gibt es einen Unterschied zwischen Gut und Böse?
Muss ich fürchten, was alle fürchten?
Welch ein Unsinn!
Die Masse freut sich am Tieropfer
und im Frühling am Besteigen der Berge
Ich allein bleibe still, ohne Schicksal
wie ein neugeborenes Kind
wie einer ohne Heimat
Andere besitzen in Fülle
mich erfüllt Besitzlosigkeit
ich bin wie ein Narr
verloren und verwirrt
Andere scheinen hell und klar
ich scheine dunkel und trübe
Andere scheinen klug und erleuchtet
ich scheine dumm und umnachtet
schwankend wie das Meer
haltlos wie der Wind
Andere sind geschäftig
ich bin fern wie ein Einsiedler
Ich bin anders als die andern
mich ernährt die Große Mutter
21. Vom Unfassbaren
Die höchste Tugend ist
dem rechten Weg zu folgen
Der rechte Weg ist
unfassbar und unbegreiflich
Unfassbar und unbegreiflich
ist sein innerstes Bild
Unfassbar und unbegreiflich
ist seine innerste Form
Verborgen und unergründlich
ist sein innerstes Wesen
Sein Wesen ist die Wirklichkeit
Sein Innerstes ist die Wahrheit
von damals bis heute
ist sein Name immer gleich
