
bearbeiten wollte. Vermutlich kam alles zusammen. Was auch immer es war, ich vergaß für eine Weile
seine politischen Verbindungen. »Percy«, sagte ich. »Drüben im Krankenrevier ziehen sie um.«
»Bill Dodge hat die Aufsicht über die Operation Umzug.«
»Das weiß ich«, sagte ich. »Geh und hilf ihm.«
»Das ist nicht mein Job«, sagte Percy. »Dieser blöde Lulatsch ist mein Job.« Er verabscheute große
Leute. Er war nicht schmächtig wie Harry Terwilliger, aber klein. Ein Zwerghahn, der Typ, der Leute
provoziert, besonders wenn die Chancen alle bei ihm lagen. Und eitel mit seinem Haar. Er konnte
kaum die Hände davon lassen.
»Dann ist dein Job erledigt«, sagte ich. »Geh rüber ins Krankenrevier.«
Er schob trotzig die Unterlippe vor. Bill Dodge und seine Männer transportierten Kartons und
Bettwäsche und sogar die Betten; das ganze Krankenrevier zog in ein neues Fachwerkgebäude an der
Westseite des Gefängnisses um. Heiße Arbeit, schweres Heben. Percy Wetmore wollte sich davor
drücken.
»Die haben genug Leute«, sagte er.
»Dann geh rüber und schau ihnen bei der Arbeit zu«, sagte ich mit erhobener Stimme.
Ich sah, dass Harry zusammenzuckte, und ignorierte es. Wenn der Gouverneur Direktor Moores
anwies, mich zu feuern, weil ich an dem falschen Gefieder gerupft hatte, mit wem würde Hal Moores
dann meine Stelle besetzen? Mit Percy? Das war ein Witz. »Es ist mir wirklich egal, was du tust, Percy,
solange du für eine Weile von hier verschwindest«
Einen Augenblick lang dachte ich, er würde stur sein und wirklich Schwierigkeiten machen, während
Coffey die ganze Zeit dastand wie die größte stehen gebliebene Uhr der Welt. Dann rammte Percy
seinen Schlagstock zurück in sein handgefertigtes Holster - verdammt blödes Ding für einen eitlen
Fatzke - und stolzierte den Gang hinauf.
Ich erinnere mich nicht, welcher Wärter an diesem Tag Dienst am Wachpult hatte - einer der Springer,
