Er kehrte nach Stanford zurück, um dort in einem Bereich zu arbeiten, der ihm vielversprechender erschien: Magnetismus auf Basis der Supraleitung. Zu dieser Zeit verließen Wissenschaftler aller Fachgebiete die Universitäten und gründeten Firmen, um aus ihren Erfindungen Kapital zu schlagen. So auch Doniger: Er gründete nach einem Jahr in Stanford eine Firma namens TechGate, in der er die Komponenten für ein Präzisionsätzverfahren für Chips, das er nebenbei erfunden hatten, herstellte. Als Stanford dagegen protestierte, weil er die Entdeckungen während der Arbeit in ihren Laboren gemacht habe, sagte Doniger nur: »Wenn Sie ein Problem haben, verklagen Sie mich. Ansonsten halten Sie den Mund.«

Schon bei TechGate wurde Donigers barscher Führungsstil berühmt. Bei Besprechungen mit seinen Wissenschaftlern saß er, seinen Stuhl gefährlich weit nach hinten gekippt, in einer Ecke und deckte sie mit Fragen ein. »Was ist damit?« — »Warum tun Sie das?« - »Was ist der Grund hierfür?« Wenn die Antwort ihn zufriedenstellte, sagte er: »Vielleicht...« Das war das höchste Lob, das man von Doniger bekommen konnte. Aber wenn ihm die Antwort nicht gefiel — was meistens der Fall war —, knurrte er: »Sind Sie hirntot?« — »Haben Sie vor, zum Idioten zu werden?« — »Wollen Sie dumm sterben?« - »Sie sind ja nicht mal ein Schwachkopf.« Wenn er wirklich verärgert war, warf er mit Bleistiften und Notizblöcken um sich und schrie: »Arschlöcher! Ihr seid alle verdammte Arschlöcher!« Die Angestellten von TechGate fanden sich mit den Wutausbrüchen von »Todesmarsch Doniger« ab, weil er ein brillanter Physiker war - ein viel besserer, als sie es waren -, weil er die Probleme kannte, mit denen seine Teams sich herumschlugen, und weil seine Kritik immer berechtigt und treffsicher war. So unangenehm dieser ätzende Stil auch sein mochte, er funktionierte; in nur zwei Jahren machte TechGate erstaunliche Fortschritte.



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