
Wauneka. »Wir haben da eine Art Diagramm und einen Keramikchip — «
»Jimmy. Es gibt immer unbeantwortete Fragen.« Chavez sah ihn prüfend an. »Was ist denn los mit Ihnen? Wollen Sie diese hübsche kleine Ärztin beeindrucken?«
»Welche kleine Ärztin?«
»Sie wissen genau, wen ich meine.«
»Verdammt, nein. Für sie ist an der ganzen Sache nichts dran.« »Sie hat recht. Vergessen Sie es.« »Aber —«
»Jimmy.« Carlos Chavez schüttelte den Kopf. »Hören Sie auf mich.
Vergessen Sie die Geschichte.«
»Okay.«
»Ich meine es ernst.«
»Okay«, erwiderte Wauneka. »Ich vergesse es.« Am nächsten Tag stoppte die Polizei in Shiprock eine Gruppe dreizehnjähriger Jungs, die in einem Auto mit Kennzeichen aus New Mexico eine Spritztour machten. Die Zulassung im Handschuhfach lautete auf den Namen Joseph Traub. Die Jungs gaben an, sie hätten das Auto hinter dem Corazon Canyon am Straßenrand gefunden, mit den Schlüsseln noch in der Zündung. Die Jungs hatten getrunken, und im Auto herrschte der reinste Saustall, alles klebte vor verschüttetem Bier. Wauneka machte sich nicht die Mühe, hinzufahren und es sich anzusehen.
Tags darauf rief Father Grogan ihn zurück. »Ich habe für Sie nachgeforscht«, sagte er, »und es gibt kein Kloster Sainte-Mere, auf der ganzen Welt nicht.«
»Okay«, sagte Wauneka. »Vielen Dank. Ich hatte schon so was erwartet. Noch eine Sackgasse.«
»Früher gab es einmal ein Kloster mit diesem Namen in Frankreich, aber das wurde im vierzehnten Jahrhundert niedergebrannt.
Es ist jetzt nur noch eine Ruine. Die allerdings im Augenblick von Archäologen aus Yale und von der Universität von Toulouse ausgegraben wird. Aber ich schätze, das bringt nicht viel.« »Aha ...« Doch dann erinnerte sich Jimmy an etwas, das der alte Mann vor seinem Tod gesagt hatte. Einen der Unsinnsreime. »Yale in Frankreich ist nicht glorreich.« So in der Richtung. »Wo ist das?« fragte er.
