»Mit Francois Beilin, dem Staatssekretär für historisches Kulturgut.« »Verstehe.« Kramer fühlte sich gleich besser. Natürlich mußte Johnston sich zuerst mit den Behörden beschäftigen. Das Dordogne-Projekt war völlig abhängig von guten Beziehungen zur französischen Regierung. »Gibt es ein Problem?« fragte sie.

»Ich glaube nicht. Die beiden sind alte Freunde. Ah, jetzt geht's los.«

Der Hubschrauber flog aus dem Nebel in morgendliches Sonnenlicht.

Die steinernen Bauernhäuser warfen lange Schatten.

Als sie eins der Anwesen überflogen, schlugen die Gänse auf dem Hof mit den Flügeln, und eine Frau in einer Schürze drohte ihnen mit der Faust.

»Sie ist nicht gerade erfreut über uns«, sagte Marek und deutete mit seinem dicken, muskulösen Arm nach unten.

Kramer, die hinter ihm saß, setzte ihre Sonnenbrille auf und erwiderte: »Na ja, es ist sechs Uhr morgens. Warum sind wir so früh gestartet?« »Wegen des Lichts«, sagte Mrek. »Frühe Schatten zeigen am besten Konturen, Geländeunebenheiten und so weiter.« Er deutete an seinen Füßen vorbei nach unten. Drei schwere gelbe Gehäuse waren an den Vorderstreben des Hubschraubers befestigt. »Im Augenblick haben wir Stereo-Geländekameras, Infrarot- und UV-Sensoren und Sidescan-Radar dabei.«

Kramer deutete zum Rückfenster hinaus, zu einer knapp zwei Meter langen silbernen Röhre, die unter dem Heck des Hubschraubers hing.

»Und was ist das?«

»Ein Protonenmagnetometer.«

»Aha. Und was macht der?«

»Sucht nach magnetischen Anomalien im Erdboden, die auf verschüttete Mauern, Keramik oder Metalle hindeuten können.«

»Gibt es noch irgendwelche Geräte, die Sie gern hätten, aber nicht haben?«



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