
»Wir kommen jetzt zur vierten und letzten Grabungsstätte«, sagte Marek. »Die Festung über der Stadt Bezenac. Im Mittelalter hieß sie La Roque. Obwohl sie auf der französischen Seite des Flusses liegt, wurde sie von den Engländern gebaut, die sich damit einen dauerhaften Brückenkopf auf französischem Gebiet sichern wollten. Wie Sie sehen, ist es eine ziemlich ausgedehnte Anlage.«
Das war sie wirklich: ein riesiger militärischer Komplex auf der Anhöhe, mit drei Reihen konzentrischer Mauern, die sich über gut zwanzig Hektar erstreckten. Die Festung von La Roque war in einem besseren Zustand als die anderen Anlagen des Projekts, es gab noch mehr stehende Mauern. Man konnte leichter erkennen, was es einmal gewesen war.
Aber in der Anlage wimmelte es auch von Touristen.
»Sie lassen Touristen hinein?« fragte sie entsetzt.
»Das ist eigentlich nicht unsere Entscheidung«, antwortete Marek. »Wie Sie wissen, ist das eine neue Grabungsstätte, und die französische Regierung wollte, daß sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Aber natürlich schließen wir sie wieder, wenn wir mit der Rekonstruktion beginnen.«
»Und wann wird das sein?«
»Oh... irgendwann in zwei bis fünf Jahren.«
Sie sagte nichts. Der Hubschrauber kreiste und stieg höher.
»So«, sagte Marek. »Wir sind am Ende angelangt. Von hier oben haben Sie einen Überblick über das gesamte Projekt: die Festung La Roque, das Kloster im Flachland, die Mühle und auf der anderen Flußseite die Festung Castelgard. Wollen Sie es noch einmal sehen?«
