»Aber nicht doch«, erwiderte Johnston und nahm ihre Hand. »Sie haben einen weiten Weg hinter sich, Miss Delvert. Ich freue mich, wenn ich Ihnen helfen kann.«

Gemeinsam besichtigten sie die Klosterausgrabung, eine verschworene kleine Gruppe: der Professor und Miss Delvert vorneweg, Bellin und Chris hinterher, nicht zu dicht, aber doch so, daß sie das Gespräch hören konnten. Bellin trug ein stilles, zufriedenes Grinsen auf den Lippen, und Chris kam der Gedanke, daß es offenbar mehr als eine Art gab, mit einem lästigen Kulturminister fertig zu werden. Was den Professor anging, so war seine Frau schon seit vielen Jahren tot; und obwohl es Gerüchte gegeben hatte, hatte Chris ihn noch nie mit einer anderen Frau gesehen. Um so faszinierter beobachtete er ihn jetzt. Johnston verhielt sich nicht anders als sonst, er schenkte der Reporterin einfach seine ungeteilte Aufmerksamkeit und vermittelte ihr den Eindruck, daß es auf der Welt nichts Wichtigeres gebe als sie. Und tatsächlich hatte Chris das Gefühl, daß Delverts Fragen viel weniger aggressiv waren, als sie es geplant hatte.

»Wie Sie wissen, Professor«, sagte sie, »arbeitet meine Zeitung schon eine ganze Weile an einer Story über die amerikanische Firma ITC.« »Ja, das weiß ich.«

»Trifft es zu, daß ITC diese Ausgrabung sponsert?« »Ja.«

»Wir haben erfahren, daß die Firma pro Jahr eine Million Dollar zu dem Projekt beiträgt.« »Das kommt ungefähr hin.«

Einen Augenblick gingen sie schweigend weiter. Die Journalistin schien sich ihre nächste Frage genau zu überlegen. »Es gibt einige in unserer Zeitung«, sagte sie, »die der Ansicht sind, daß das für ein Projekt in mittelalterlicher Archäologie eine Menge Geld ist.«



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