
»Ich dachte, du wolltest umkehren«, sagte sie.
»Will ich auch.«
»Dann laß uns umkehren.«
»Ich will nur keine Probleme, Liz.«
»Dan. Ich glaub das einfach nicht.«
Er seufzte und stieg auf die Bremse. »Okay, ich dreh ja schon um. Ich dreh um.«
Vorsichtig, um nicht in dem roten Sand am Straßenrand steckenzubleiben, wendete er das Auto und fuhr den Weg zurück, den sie gekommen waren. »O mein Gott.«
Baker hielt am Straßenrand an und sprang hinaus in die Staubwolke, die sein Auto aufgewirbelt hatte. Die sengende Hitze auf Gesicht und Körper nahm ihm fast den Atem. Mindestens fünfzig Grad, dachte er.
Als der Staub sich lichtete, sah er den Mann am Straßenrand liegen; er versuchte gerade, sich auf den Ellbogen aufzustützen. Er war tatterig, um die Siebzig, mit schütteren Haaren und einem Vollbart. Seme Haut war blaß, er sah nicht aus wie ein Navajo. Er trug eine lange braune Kutte. Vielleicht ein Priester, dachte Baker.
»Sind Sie in Ordnung?« fragte Baker und half dem Mann, sich am Straßenrand aufzusetzen.
Der alte Mann hustete. »Ja. Alles in Ordnung.«
»Wollen Sie aufstehen?« fragte Baker. Er war erleichtert, daß er nirgendwo Blut sah.
»Gleich.«
Baker sah sich um. »Wo ist Ihr Auto?« fragte er.
Der Mann hustete noch einmal. Mit hängendem Kopf starrte er in den Straßenstaub.
»Dan, ich glaube, er ist verletzt«, sagte seine Frau. »Ja«, sagte Baker. Der Alte machte zumindest einen sehr verwirrten Eindruck. Baker sah sich noch einmal um, aber da war nichts als flache Wüste, die sich im flirrenden Dunst in alle Richtungen erstreckte. Kein Auto. Nichts.
»Wie ist er hierhergekommen?« fragte Baker.
»Komm«,sagte Liz, »wir müssen ihn in ein Krankenhaus bringen.«
Baker schob die Hände unter die Achseln des alten Mannes und half ihm auf die Füße. Die Kleidung des Mannes war dick und bestand aus einem filzähnlichen Material, aber trotz der Hitze schien er nicht zu schwitzen. Sein Körper fühlte sich kühl, beinahe kalt an.
