Der Alte stützte sich schwer auf Baker, als sie die Straße überquerten.

Liz öffnete die hintere Tür. Der alte Mann sagte: »Ich kann gehen. Ich kann sehen.«

»Okay. Gut.« Baker schob ihn auf den Rücksitz. Der Mann legte sich auf das Leder und rollte sich wie ein Baby im Mutterleib zusammen. Unter seiner Kutte trug er gewöhnliche Kleidung: Jeans, ein kariertes Hemd, Nikes. Baker schloß die Tür, und Liz setzte sich wieder auf den Beifahrersitz. Er zögerte noch und blieb draußen in der Hitze stehen. Wie war es möglich, daß dieser alte Kerl sich ganz alleine hier draußen herumtrieb? Und daß er in all diesen Kleidungsstücken nicht schwitzte?

Es war, als wäre er eben aus einem klimatisierten Auto ausgestiegen. Vielleicht ist der doch gefahren, dachte Baker. Vielleicht ist er eingeschlafen. Vielleicht ist sein Auto von der Straße abgekommen und er hatte einen Unfall. Vielleicht saß noch jemand in dem Auto und konnte nicht raus.

Er hörte den Alten murmeln: »Nicht zerrinnen, muß es gewinnen. Geh zurück und hol's mit Glück.«

Baker überquerte die Straße, um sich noch einmal umzusehen. Dabei stieg er über ein sehr großes Schlagloch und überlegte, ob er es seiner Frau zeigen sollte, entschied sich dann aber dagegen. Neben der Straße waren nirgendwo Reifenspuren zu entdecken, aber im Sand sah er deutlich die Fußabdrücke des alten Mannes. Sie führten von der Wüste zur Straße. In etwa dreißig Metern Entfernung sah Baker den Rand eines arroyo, einer Felsspalte in der Landschaft. Die Spuren schienen von dort zu kommen.

Er folgte den Spuren, stand dann am Rand der Senke und schaute hinunter. Kein Auto. Nichts außer einer Schlange, die zwischen den Felsen davonglitt. Er schüttelte sich.

Etwas Weißes stach ihm ins Auge, das ein Stück unterhalb der Felskante in der Sonne funkelte.



10 из 488