Die Hadenmänner hatten auch einige Details der Innenaus-stattung falsch interpretiert – Kleinigkeiten, die Owen trotz allem beunruhigten: Böden, die aus keinem erkennbaren Grund schief waren oder sich wölbten, Sitze, die sich einer nicht ganz korrekten Körperform anpaßten, Lichter und Farben, die das menschliche Auge als unterschwellig unangenehm empfand.

Owen hob seine neue linke Hand und betrachtete sie nachdenklich. Das goldene Metall der künstlichen Hand, das andere Geschenk, das die Hadenmänner ihm gemacht hatten, leuchtete warm im Licht der Schiffslounge. Owen hatte die Vorstellung zunächst nicht gefallen, in derart intimem Kontakt mit Hadenmann-Technologie zu stehen, doch nachdem er seine echte Hand in den riesigen Kavernen unter der Wolflingswelt im Kampf mit dem Grendel verloren hatte, war ihm keine andere Wahl geblieben, als das Geschenk dankbar anzunehmen. Es war eine gute Hand; stark und reaktionsschnell und praktisch unverwundbar, und wenn sie sich auch die ganze Zeit ein wenig kalt und nicht ganz wie seine eigene Hand anfühlte, so konnte er doch sehr gut damit leben. Owen streckte langsam die goldenen Finger und bewunderte ihre flüssige Eleganz. Er vertraute der Hand, weil er mußte; bei seinem neuen Schiff war das allerdings anders. Die Hadenmänner mochten für den Augenblick seine Verbündeten sein, doch ein Volk, das einst offiziell den Titel Feinde der Menschheit getragen hatte – und das mit gutem Grund –, mußte trotz aller Geschenke mit Mißtrauen betrachtet werden. Es bestand immer die Möglichkeit, daß die Hadenmänner ihre eigenen, dunklen Pläne verfolgten und die Mittel zu ihrer Umsetzung in Owens Schiff, in den Verbesse-rungen und vielleicht sogar in seiner künstlichen Hand verborgen hatten.



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