Owen hatte auch seine Konkubine töten müssen, als sie auf Befehl des Imperiums versucht hatte, ihn zu ermorden. Man konnte einfach niemandem mehr trauen in diesen Tagen.

Wahrscheinlich nicht einmal der Frau, die man liebte… Owen riß seinen Blick von Hazel los und konzentrierte sich in einer bewußten Anstrengung auf etwas anderes. Wenigstens hatten die Hadenmänner diesmal die Toiletten richtig konstruiert. Ihre früheren diesbezüglichen Experimente waren ein wenig… kläglich gewesen. Offensichtlich hatten Hadenmänner keinen Bedarf für derartige Unwichtigkeiten – was Owen ein gutes Stück mehr über die Natur seiner unsicheren Verbündeten verriet, als er eigentlich wissen wollte.

Hazel schlenderte herbei, einen Drink in der Hand. Die Flüssigkeit war von einem blassen Blau, und sie sah aus, als wollte sie aus dem Glas klettern. Mit einem wenig damenhaften Grunzen ließ sich Hazel in den Sessel Owen gegenüber fallen und machte es sich bequem. Sie liebte Luxus, kleinen wie großen, und hauptsächlich deswegen, weil sie in ihrem Leben bisher so wenig davon gekannt hatte. Sie nahm einen großen Schluck von ihrem Drink, verzog das Gesicht – und schluckte trotzdem.

Hazel ließ niemals ein volles Glas stehen. Es war eine Frage des Prinzips. Owen hatte ein Grinsen unterdrücken müssen, als Hazel es ihm erklärt hatte. Er hatte nicht gedacht, daß Hazel überhaupt wußte, was ein Prinzip war. Selbstverständlich hatte Owen genügend Verstand besessen, ihr das nicht laut zu sagen.

»Und wie schmeckt das Zeug diesmal?« erkundigte er sich wohlgesonnen.

»Glaub mir, du willst es gar nicht wissen«, entgegnete Hazel.

»Die Tatsache, daß ich es überhaupt trinke, ist ein Zeichen, wie unendlich ich mich langweile. Wie lange denn noch, bis wir endlich landen können?«



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