

„Pah!"
„Ja, das tu ich!"
„Und warum tust du's nicht? Warum sagst du immer nur, du wirst es tun? Warum tust du es nicht? Aber du hast ja nur Angst!"
„Ich habe keine Angst!"
„Doch!"
„Nein!"
„Ja!"
Wieder eine Pause, abermals gingen sie umeinander herum. Dann standen sie Schulter an Schulter und schoben sich gegenseitig. Tom sagte: „Hau ab!" „Hau du ab!" „Ich will nicht!" „Ich will auch nicht!"
Sie sahen einander hasserfüllt an, jeder stellte einen Fuß ein wenig vor. Aber keiner konnte einen Vorteil erringen. Sie schoben sich gegenseitig, bis sie erhitzt und rot waren. Dann, ohneeinander aus den Augen zu lassen, traten sie gleichzeitig zurück. Tom sagte: „Du bist ein Feigling. Ich werde meinen großen Bruder auf dich hetzen, der wird dich mit seinem kleinen Finger umwerfen - ich tu's wirklich."
„Was geht mich dein großer Bruder an? Ich habe einen Bruder, der viel größer ist als deiner - der kann deinen Bruder über diesen Zaun werfen." (Beide Brüder waren erfunden.)
„Lügner!"
„Das bin ich noch längst nicht, auch wenn du es sagst!"
Mit seiner großen Zehe zog Tom einen Strich in den Sand und sagte: „Wenn du es wagst, über diesen Strich zu treten, verdresch ich dich so, dass du nicht mehr aufstehen kannst."
Prompt trat der fremde Junge über die Linie und sagte: „Nun tu's schon, wenn du es immer sagst!" „Sieh dich vor - fordere mich nicht heraus!" „Tu's doch!"
„Teufel auch, für zwei Pfennig tu ich's."
Der fremde Junge zog zwei Kupferstücke aus der Tasche und hielt sie Tom höhnisch unter die Nase. Tom schlug sie ihm aus der Hand. Im nächsten Augenblick rollten beide Jungen am Boden, ineinander verkrallt wie Katzen; sie zerrten sich gegenseitig an den Haaren und Kleidern und schlugen sich auf die Nasen und bedeckten sich mit Staub und Ruhm. Schließlich nahm das Kampfgewühl erkennbare Formen an, und durch den Straßenstaub wurde Tom sichtbar. Er saß rittlings auf dem fremden Jungen und bearbeitete ihn mit seinen Fäusten.
