
Zuviel Hast würde ich dabei natürlich nicht an den Tag legen, und das aus zwei guten Gründen.
Ein Sonar-Mann mit seinem Unterwasserortungsgerät würde einen sinkenden Gegensta nd verständlicherweise als Trümmerstück eines Schiffswracks abtun oder sogar als toten Wal. Sehr viel Neugierde würde er wohl nicht zeigen. Doch stand nicht zu erwarten, daß er gegenüber einem aufsteigenden Objekt die gleiche Gleichgültigkeit an den Tag legte. Ich mußte mir ein wenig Zeit lassen und die Gefahr, die mir von Sonar-Geräten drohte, erst abschätzen. Es war hübsch, aber nicht endgültig, daß ich bis jetzt nichts bemerkt hatte.
Den zweiten Grund, der sich der Hast in den Weg stellte, kannte ich noch nicht, und sollte ihn erst nach mehreren Stunden kennen lernen.
Ich bin kein Präzisionsfanatiker, der ständig auf die Uhr schaut. Ich wußte, daß ich es in dem Tank noch lange aushalten konnte, und wollte es gar nicht so genau wissen, wie viel von der vorgesehenen Zeit ich verbraucht hatte. Als nämlich der zweite Grund auftaute, kam ich gar nicht auf die Idee, die genaue Zeit festzustellen, und hinterher war ich mehrere Stunden lang von so banalen Dingen wie Uhren total abgelenkt.
Daher kann ich nicht genau sagen, wie lange ich einfach in meinem Tank dasaß und wartete, daß etwas passierte. Es waren sicher mehrere Stunden, dafür stehe ich ein. Lange genug jedenfalls, daß mich Langeweile überkam und ich Krämpfe kriegte, wütend wurde und schon halb der Überzeugung zuneigte, daß sich in meiner Nähe niemand unter dem Zelt befand. Der Gedanke, daß es sich um jemanden handeln könnte, der sich keinen Deut um Schiffsteile in seiner Decke scherte, schien so weit hergeholt, daß er keiner weiteren Überlegung wert war. Falls jemand das Wrack gesehen hatte, hätte er etwas unternommen.
