Ich hatte lediglich Sonar-Rezeptoren.

Ich weiß, das alles läßt mich nicht eben als Genie erscheinen, nicht mal als einigermaßen befähigten Operator. Ich wünschte, mir wäre mehr Zeit zur Veröffentlichung meiner Lebenserinnerungen geblieben, ehe ich diese Geschichte berichten mußte.

Um meine Entscheidung einigermaßen zu rechtfertigen, muß man mir die Chance einräumen, mich als vernunftbegabten, reifen Menschen vorzustellen. Im Augenblick fällt mir zu meiner Rechtfertigung nicht mehr ein als die Redensart „Jeder wie er kann“. Und wer könnte sicher sein, welche We ndung seine Gedanken nähmen, wenn er praktisch hilflos in einer Plastikblase von sechs Fuß Durchmesser eine Meile unter der Oberfläche des Ozeans säße? Auf wen dies zutrifft, der möge mit seiner Kritik warten, bis ich fertig bin.

Der zweite Grund, weswegen ich meinen Ballast nicht überstürzt abwarf, sollte sich nämlich sogleich zeigen. Meine Aufmerksamkeit konze ntrierte sich noch immer auf das Wrack. Ich sah es zunächst gar nicht herankommen. Beim ersten flüchtigen Blick aus dem Augenw inkel hielt ich es gar nur für einen weiteren Hai. Dann aber wurde mir klar, daß es sich um eine menschliche Gestalt handelte und ich damit meinen Beweis hatte. Famos. Nichts wie an die Oberfläche, wenn die Gestalt erst verschwunden ist.

Nein, geht nicht. Was ich brauchte, war ein überzeugender Beweis. Und wenn meine eigenen Augen mich nicht zu überzeugen vermochten, war es höchst unwahrscheinlich, daß meine Worte jema nden anderen überzeugen konnten. Was ich da sah, war ein Mensch, was an sich stimmte. Ein Poly-Phasen-Anzug, vier Zoll dick, an den Gliedmaßen ebenso ausgerüstet, kann dem Wasserdruck von eineinviertel Tonnen pro Quadratzoll, der in einer Meile Tiefe herrscht, gut standhalten. Eine solche Taucherrüstung läßt den Träger auch noch einigermaßen me nschenähnlich aussehen und gestattet ihm immerhin eine, wenn auch unbeholfen wirkende Fortbewegung.



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