
Vielleicht war nun tatsächlich ein U-Boot in der Nähe, und er wollte mir so lange auf der Pelle bleiben, bis er dem Boot Zeichen geben konnte. Wenn es aber nicht bald aufkreuzte, würde er die Runde verlieren und bei dem Handel sein Leben einbüßen.
Da sah ich ganz nahe, zwischen mir und dem Licht, noch einen Schwimmer. Mein zweiter Passagier mußte sich wohl losgelassen haben. Wann würde wohl der erste aufgeben? Sein Licht leuchtete immer noch, doch konnte es ihm jetzt kaum mehr nützen. Ich konnte den Schacht nicht mehr sehen, und andererseits konnte von denen unten niemand mehr seine kleine Lampe sehen. Das mußte ihm wohl auch klargeworden sein, denn nach ein paar weiteren Sekunden erlosch es. Ich erwartete nun, er würde loslassen, wie sein Begleiter, da er mit seiner Klammertaktik keine Wirkung erzielte, aber er dachte darüber offenbar anders. Er stellte wohl ganz andere Überlegungen an, und eine davon war von seinem Standpunkt aus eine sehr gute. Mir hingegen gefiel sie weniger.
Das Dual-Phasen-Zeug, aus dem man die Druck-Tanks herstellt, ist kein Metall und unterscheidet sich von Metallen gewaltig durch seine Dehnbarkeit. Aber ähnlich den Metallen verursacht es Lärm, wenn man dagegenschlägt. Ich wußte nicht, womit mein Reiter nun zu schlagen begann, aber der Lärm war gewaltig.
Das kann ich, der ich drinnen hockte, bestätigen.
Ein hübsches, stetiges, sekundenschnelles Schlagen hallte nun durch den Tank, tat meinen Ohren weh und meinen Plänen noch Schlimmeres an. Sein Licht brauchte er nicht mehr. Jedes Arbeitsboot, das auch nur über ein Minimum an Instrumenten verfügte, konnte auf diesen Lärm hin über eine Entfernung von Meilen den Ursprung orten.
Und mir fiel keine Möglichkeit ein, den Kerl zum Aufhören zu bewegen.
