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Gewiß, ich konnte es wieder mit den Beinen versuchen, und ich versuchte es. Aber mittlerweile war es zappenduster geworden, da das Licht vom Eingangsschacht und vom Zeltdach zu einem winzigen Schimmer zusammengeschrumpft war, so daß der Kerl vielleicht gar nicht merkte, daß ich wieder aktiv wurde. Wenn er sich an einem der Beine festhielt, würde es ihn vielleicht aus dem Konzept bringen, falls ich dieses Bein einzog. Andererseits würde er ein paar Schrammen abbekommen, wenn ich es wieder herausschnellen ließ. Tatsächlich aber trat weder das eine noch das andere ein, denn ich betätigte die Beine der Reihe nach etliche Male, ohne damit die kleinste Änderung des Klopfrhythmus zu erreichen.

Nun versuchte ich es mit einer Gewichtsverlagerung, um den Tank ins Rollen zu bringen. Das klappte, doch mein Passagier ließ sich davon nicht stören. Warum auch? Einem Schwimmer ist es egal, wo oben und unten ist, und einem Unterwasser-Anhalter in totaler Finsternis ist es noch gleichgültiger. Ich war eigentlich derjenige, der Grund zur Besorgnis hatte.

Wieso war dieser Typ überhaupt noch am Leben, bei Bewußtsein und dazu noch höchst aktiv? Wir waren mittlerweile mehr als tausend Fuß gestiegen und hatten Druckunterschieden standgehalten, die seinen Anzug eigentlich zum Platzen hätten bringen müssen, falls dieser tatsächlich so dicht abschloß, wie ich vermutete. War dies nicht der Fall und ließ der Kerl Gas ab, um sein Lungenvolumen zu verringern, dann würde er beim Hinuntertauchen in ernste Schwierigkeiten geraten. Überdies hätte ihn längst eine Embolie außer Gefecht setzen müssen, egal, ob er mit dem Volumen Schwierigkeiten hatte oder nicht, oder ob er Helium atmete.

Es war eine schlichte und für mich betrübliche Tatsache, daß er noch immer bei Kräften war und sich nicht abschütteln ließ.

Die Genies in der Aufsichtsbehörde, die diese Mission austüftelten, hatten nichts dergleichen vorausgesehen.



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