
»Wir sind noch nicht vollzählig, Polly«, bemerkte Noreen, »und du möchtest doch bestimmt den ganzen Kurs auf dem Bild haben, nicht wahr?«
Polly sah sich um. Dann lächelte sie. »Na bitte, da kommen Emily und Howard«, stellte sie fest. »Jetzt haben wir fast alle beisammen.«
»Bis auf die Wichtigsten«, entgegnete Noreen, die einfach nicht locker lassen wollte, als die beiden anderen Seminarteilnehmer sich zu ihnen gesellten. »Willst du nicht auf Sam und Frances warten?«
»Ach nein, es brauchen ja nicht unbedingt alle auf dem Bild zu sein«, erklärte Polly, als bemerkte sie die Spitze in Noreens Frage nicht.
»Trotzdem ...«, murmelte Noreen und fragte Emily Guy und Howard Breen - ein Pärchen aus San Francisco, das sich gleich am ersten Tag in Cambridge gesucht und gefunden hatte -, ob sie im L-Flügel, wo sie alle ihre Zimmer hatten, nicht vielleicht Sam oder Frances begegnet seien. »Die beiden haben ja letzte Nacht kaum ein Auge zugetan«, fügte sie mit einem bedeutungsvollen Blick in Pollys Richtung hinzu. »Vielleicht haben sie verschlafen.«
»So wie Howard heute Morgen in der Dusche gejodelt hat, ganz sicher nicht«, erwiderte Emily. »Ich hab ihn zwei Stockwerke höher gehört.«
»Tja, bei mir beginnt kein Tag ohne eine Huldigung an Barbra«, erklärte Howard.
Noreen unterband den drohenden Themawechsel, der ihr gar nicht in den Kram passte, mit der Bemerkung:
»Ach was! Und ich dachte, bei Kerlen deiner Couleur wäre Bette Midler die große Nummer.«
Betretenes Schweigen breitete sich rund um den Frühstückstisch aus. Polly, der der Mund offen geblieben war, senkte ihren Fotoapparat. Emily Guy krauste die Stirn wie die Unschuld vom Lande und tat so, als verstünde sie Noreens Anspielung nicht. Cleve Houghton prustete verhalten, ohne einen Moment die Pose des Vollblutmanns aufzugeben. Und Ralph Tucker löffelte ungerührt seine Cornflakes weiter.
Howard selbst brach schließlich das Schweigen.
