»Eine diebische Schlampe!« schimpfte der Motorradfahrer. »Ich bin hinter ihr her und weiß, daß sie hier ist.«

»Sie kann unmöglich hier sein«, entgegnete Marilyn. »Alle, die hier arbeiten, kennen sich untereinander, und von einer Ma­libu haben wir nie gehört.«

»Sie haben bloß den Namen nie gehört. Die ist gerissen. Sie hypnotisiert einen, nimmt sich, was sie will, dann packt sie zu wie eine Schlange!« Er hielt seine zwei Zeigefinger wie Fang­zähne, die zupacken wollen.

Aus dem Augenwinkel sah Harry Aysha durch die Hintertür kommen. Sie konnte weiter hinten auch Kerry sehen, die auf dem Weg zum Herrenhaus war. Der Motorradfahrer sah die beiden nicht. Harry drehte sich vorsichtig um und machte hinter dem Rücken mit den Händen ein Stoppzeichen. Blair hatte un­terdessen die Hand auf die Schulter des Motorradfahrers gelegt und drehte ihn sachte in Richtung Haupteingang.

»Kommen Sie. Sie werden sie heute nicht finden. Die Hälfte des Personals ist schon nach Hause gegangen.« Blairs Stimme triefte von Verständnis. »Ich weiß, was Sie meinen, manche Frauen sind wie Giftschlangen.«

Die beiden Männer gingen nach draußen. Mrs. Murphy starrte zu ihnen hinauf. Der Motorradfahrer roch nach Kokain, Schweiß und Schmieröl. Sie maß Gerüchen eine große Bedeu­tung bei.

Die Stimme des mürrischen Mannes zitterte ein kleines biß­chen. »Ach die, Sie haben ja keine Ahnung, wie die mit einem umspringen kann. Sie spielt mit deinem Körper und verwirrt deinen Geist. Das einzige, was sie je geliebt hat, waren Dol­lars.«

Blair erkannte, daß er den Kerl mit der Kiffervisage eigenhän­dig zu seinem Motorrad bugsieren mußte, da er keine Anstalten machte, sich von der vorderen Veranda zu entfernen. »Zeigen Sie mir Ihre Maschine.«



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