»Eine Indian. Nicht schlecht. He Mann, kommen Sie, ich geb Ihnen ein Bier aus. Wir müssen uns mal richtig unterhalten.«

»Danke, ich hab eine Verabredung. Sie wartet im Haus auf mich. Ich komm aber später gern auf die Einladung zurück.«

Blair deutete mit dem Kopf in Richtung Ash Lawn, wo Harry am Ende des Weges stand, der zum Eingang führte. Sie wollte sich vergewissern, daß Blair keine Gefahr drohte.

»Ich wohne im Best Western.«

Blair lächelte. »Okay, danke.«

»Ich geh hier nicht weg, bevor ich das Miststück gefunden habe.«

»So entschlossen, wie Sie wirken, finden Sie sie bestimmt.«

Der Motorradfahrer tippte sich mit der Faust an den Kopf. »Blech in der Birne, Mann, Blech in der Birne, aber ich geb nie auf. Bis dann, Kumpel.« Er sprang auf seine Maschine, drehte den Zündschlüssel, und ein kräftiges Bollern erfüllte die Luft. Dann rollte er langsam die Zufahrt hinunter.

Mrs. Murphy beobachtete ihn, als er verschwand. »Motorräder wurden erfunden, um die Männerherde auszudünnen.«

Tucker lachte. Die beiden Tiere gingen mit Blair zurück.

»Was hast du da draußen gemacht?« fragte Harry, während die anderen Frauen aus dem Haus kamen und Blair umringten.

»Mich über Motorräder unterhalten.«

»Mit diesem Idioten?« Marilyn konnte es nicht fassen.

»Oh, so schlimm ist er gar nicht. Er sucht seine Freundin, und er wohnt im Best Western, bis er sie gefunden hat. Vielleicht trink ich sogar mal ein Bier mit ihm. Er ist gar nicht ohne.«

Kerry und Aysha waren inzwischen über die Suche nach Ma­libu informiert worden.

Laura sagte: »Haben Sie keine Angst vor ihm?«

»Nein. Er ist harmlos. Bloß ein bißchen bedröhnt, das ist al­les.«

Harry lachte. »Solange du nicht Malibu bist, ist er vielleicht harmlos.«



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