
Dalbach, ein blinder Einsiedler
Muirecht, ein junges Mädchen
Conna, ein junges Mädchen
Bruder Martan von der Kirche der heiligen Brigitta
Barran, Oberrichter der fünf Königreiche


Kapitel 1
Die Pferde trabten den in Dunkelheit gehüllten Bergpfad entlang. Es waren vier, und sie schnaubten und keuchten, wenn ihre Reiter sie antrieben. Die Gruppe der Reisenden bestand aus drei Männern und einer Frau. Die Männer trugen die Tracht und die Waffen von Kriegern, doch die Frau unterschied sich nicht nur durch ihr Geschlecht von ihnen, sondern auch dadurch, daß sie in die Kutte einer Nonne gekleidet war. Die Abenddämmerung verbarg ihre Gesichter, aber der Zustand ihrer Pferde und ihre müde Haltung im Sattel verrieten, daß die vier an dem Tage schon viele Kilometer zurückgelegt hatten.
»Bist du sicher, daß dies der richtige Weg ist?« fragte die Frau und warf einen besorgten Blick auf die Wälder ringsum, durch die sie ritten. Der Pfad über den Berg senkte sich immer steiler ins Tal. Unter ihnen war gerade noch eine breite Lichtung mit einem recht großen Fluß zu erkennen.
Der staubbedeckte junge Reiter an der Spitze gab die Antwort.
»Ich bin schon oft als Kurier von Cashel nach Fear-na geritten, Lady, und kenne diesen Weg gut. Ungefähr einen Kilometer weiter kommen wir an eine Stelle, wo ein anderer Fluß aus dem Westen in den Fluß da vor uns einmündet. Dort steht Morcas Gasthaus, und da können wir übernachten.«
»Aber es geht um jede Stunde, Dego«, erwiderte die Frau. »Können wir es nicht heute noch bis Fearna schaffen?«
Der Krieger zögerte mit der Antwort. Wahrscheinlich überlegte er, wie er seine Ablehnung respektvoll formulieren sollte.
