lebendig unter lauter Schläfern sein. Doch du wartest ab, Was sie bringt, Die Zeit, Du wartest ab…

Als ich mich dabei erwischte, wie ich die leise Frauenstimme mit unmelodischem Gesang begleitete, stöpselte ich die Kopfhörer aus und stellte den Player ab. Nein. Ich war nicht hier, um rumzuhängen.

Was hätte James Bond an meiner Stelle getan? Den geheimnisvollen Anderen, diesen Verräter, gefunden, seinen menschlichen Auftraggeber und den Verfasser des anonymen Briefes! Und was tue ich?

Ich suche etwas, das für mich schlicht und ergreifend lebensnotwendig ist. Da unten, bei dem Security-Menschen, wird es doch wohl ein Klo geben!

Irgendwo draußen - nein, ganz in der Nähe - dröhnte mit voller Wucht eine Bassgitarre. Ich sprang auf, aber in der Wohnung entdeckte ich niemanden.

»Und jetzt los, Kumpel!«, drang es von draußen herein. Ich beugte mich zum Fenster hinaus und ließ den Blick über die Fassade des Assol wandern. Zwei Stockwerke weiter oben bemerkte ich die offenen Fenster, aus denen diese grauenvollen, erstaunlicherweise für eine Bassgitarre arrangierten Akkorde hochschallten.

Früher, was habe ich da für Geschäfte gemacht! Galt als scharfer Hecht, als großer Geschäftemacher. Doch neulich, da ist mir aufgefallen - und wer hätte das gedacht Verdammt lang her, dass ich mein letztes Geschäft gemacht. Doch anno dunnemals, was habe ich da für Geschäftchen gemacht! Hab Druck ausgeübt, denn drücken konnt ich wie kein Zweiter. Deshalb hab ja auch ich allein für alle die Geschäfte gemacht. Die haben sich gedrückt - und das Drücken blieb mir, dem Goldenen Reiter!


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